Senthuran Varatharajah empfiehlt »Proben von Stein und Licht« von Anja Kampmann

Senthuran Varatharajah (Foto: Heike Steinweg)

Senthuran Varatharajah hat für seinen Roman „Vor der Zunahme der Zeichen“ (S. Fischer) bereits mehrere Förderpreise erhalten, u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und den Bremer Literaturförderpreis. Jetzt wurde der 33-jährige tamilischstämmige Autor mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet für die „ethnologische Genauigkeit“, mit der sein Roman „das Zeichensystem der westlichen Welt seziert“, so die Begründung der Jury. Varantharajah liest zurzeit den Gedichtband „Proben von Stein und Licht“ der 1983 geborenen Dichterin Anja Kampmann und erklärt seine Wahl:

Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Anja Kampmann habe ich auf der Ham.Lit aus ihrem Gedichtband lesen gehört. Wenn ich auf Lesereise bin, habe ich keine Geduld für Romane. Im Zug und Flugzeug lese ich deshalb fast ausschließlich Lyrik.

Was gefällt Ihnen an dem Buch?

Die Sprache. Sie ist, und so hat Anja Kampmann auch auf der Ham.Lit vorgelesen, vorsichtig, zart, verlangsamend. In fünf Kapiteln – „Glas“, „Kalk“, „Eis“, „Sand“, „Salz“ – erzählt sie und dieses Prosaische ihrer Gedichte, die kalte Klarheit und die Gleichzeitigkeit von Härte und Zerbrechlichkeit ihrer Sprache sind beeindruckend.

Anja Kampmann, „Proben von Stein und Licht“, 96 S., 15,90 €, Hanser, ISBN 978-3-446-25053-6

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