Jürgen Christian Kill empfiehlt »Allegro Pastell«

Jürgen Christian Kill ist Verleger der Verlagsbuchhandlung Liebeskind und einer der drei Hauptpreisträger des Deutschen Verlagspreises. Er empfiehlt „Allegro Pastell“ von Leif Randt:

Jürgen Christian Kill (Foto: buchreport/LS)

„Ich finde, in Zeiten von Kontakt­beschränkungen und räumlicher Distanzierung muss man Liebesromane lesen. Eine sehr zeitgemäße Liebesgeschichte erzählt Leif Randt in seinem Roman ‚Allegro Pastell‘: Tanja (29) ist Schriftstellerin in Berlin, Jerome (Mitte 30) arbeitet als Webdesigner in der hessischen Provinz. Die beiden führen eine Fernbeziehung, deren Kitt Text-Messages und E-Mails sind, ab und zu verbringt man ein Wochenende miteinander, alles in allem ein wohlaustariertes System von Bindung und Unabhängigkeit. Tanja und Jerome passen perfekt zueinander – sie sind materiell abgesichert, autonom und in hohem Maße selbstreflektiert. Nichts wird dem Zufall überlassen, immer versetzt man sich in den anderen hinein, damit man das gemeinsame Glück möglichst effizient gestalten kann … und gerade deshalb gibt es in der Beziehung bald die ersten Risse. ‚Allegro Pastell‘ ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch das Porträt einer Generation, die alles hinterfragt, aber an der wichtigsten aller Fragen zu scheitern droht: Wie funktioniert das mit der Liebe überhaupt?“

Leif Randt: Allegro Pastell, 288 S., 22,00 €, Kiepenheuer & Witsch, ISBN 978-3-462-05358-6

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