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Einzelhandels-Aktion: Auch Thalia Mayersche sieht »Rot«

Thalia nimmt an Lichtaktion teil. (Foto: Thalia)

Buch-Marktführer Thalia Mayersche beteiligt sich mit seinen Filialen an einer Initiative des Einzelhandels und beleuchtet seine Schaufenster bis zum 2. März einschließlich rot. Die normale Schaufensterbeleuchtung bleibt dann aus. Das kräftige Rot soll ein Alarmsignal an die Ministerpräsidentenkonferenz sein.

„Ohne Handel sehen die Innenstädte Rot“ lautet der Gedanke hinter der Aktion, zu der u.a. auch die Ketten Deichmann, S. Oliver, Ernsting’s, Saturn/Mediamarkt oder auch das Modeunternehmen Breuninger zählen. Breuninger war gerade in Stuttgart mit einem Eilantrag gescheitert, seine Geschäfte wieder öffnen zu dürfen. Nun beteiligt sich das Unternehmen an der bundesweiten Aktion.

Die Initiative hat parallel eine breite Aktion zum Thema „Leben im Zentrum“ gestartet und dazu auch ein passendes Video viral veröffentlicht.

„Die Schließung der Geschäfte im monatelangen Lockdown bringt viele vorher erfolgreiche Unternehmen in eine ernste Notlage. Wir haben gut gewirtschaftet, aber irgendwann sind alle Rücklagen aufgebraucht. An unseren Unternehmen hängen direkt Beschäftigte und nochmal hunderttausende Arbeitsplätze in den Innenstädten. Stellen Sie sich einmal Innenstädte vor, aus denen unsere Marken und Handelspartner verschwunden sind. Wir haben in Deutschland vielerorts noch eine vielfältige Einkaufskultur in den Städten. Dazu gehören neben uns als Händlern natürlich auch Gastronomie, Kunst und Kultur. Wenn all das in unseren Innenstädten verloren geht, ist das von Dauer. Eine Wiederbelebung ist dann nicht mehr möglich“, heißt es in der Pressemitteilung der Organisatoren.

Montag: Michael Busch bei Plasberg

Am Montagabend ist Thalia-Chef Michael Busch zu Gast bei „Hart aber fair“ (Das Erste, 21 Uhr). Dort spricht er mit Moderator Frank Plasberg über die Nöte der Buchbranche und des Einzelhandels. Busch war zuletzt sehr beschäftigt damit, die Sorgen der Branche auch aus der „Buch-Bubble“ heraus in eine breitere Öffentlichkeit zu tragen.

Auf der Bundespressekonferenz hatte er in der vergangenen Woche bereits für die Öffnung des Einzelhandels ab dem 8. März geworben. In verschiedenen Medien, darunter die „Bild am Sonntag“ hatte er anschließend seine Positionen bekräftigt.

Niedecken signiert

Wolfgang Niedecken signiert. (Foto Kiepenheuer & Witsch)

Abseits der gr0ßen Aktionen gibt es auch zahlreiche kleine Geschichten. Sänger Wolfgang Niedecken unterstützt in Köln den lokalen Buchhandel. Sein Buch über Bob Dylan erscheint am 4. März bei Kiepenheuer & Witsch und Niedecken signierte nun sämtliche für die Kölner Läden bestellten Titel. Verlagsmitarbeiter lieferten die Bücher dann aus.

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