Ehrhardt Heinold: »Auch in der Buchbranche werden neue Geschäftsmodelle immer wichtiger«

Ehrhardt Heinold (Foto: Lars Krueger)

Macht die Erstellung eines Businessplans mit mehrjähriger Planung in sich agil entwickelnden Märkten noch Sinn? „Ja, denn selbst Start-ups müssen einen Businessplan vorlegen, wenn sie Investoren überzeugen wollen“, sagt Ehrhardt Heinold, geschäftsführender Gesellschafter der Heinold, Spiller & Partner Unternehmensberatung. Seine neue Gesprächsreihe bei pubiz ist am 25. September gestartet.

Warum ist ein Businessplan nicht nur für externe Finanzgeber sondern auch für das eigene interne Vorhaben wichtig?

Auch in der Buchbranche werden neue Geschäftsmodelle immer wichtiger. Doch nicht nur dafür, für jedes größere Vorhaben, das Investitionen erfordert, brauche ich auch intern eine gewissen Planungssicherheit, vor allem, um die Ressourcen beschaffen zu können. Und das kann ich durch einen Businessplan erreichen, denn dieser zwingt mich, eine Produkt- oder Geschäftsidee zu durchdenken, vom Kundenbedarf bis hin zu Umsetzung.

Menschen, die mit Text arbeiten, sind oftmals weniger zahlenaffin. Wie kann man sich hier behelfen?

Die Finanzplanung ist immer ein zentraler Bestandteil eines Businessplans, vor allem, weil ich nur so letztlich auch die Unternehmensleitung überzeugen kann. Gerade Menschen, die sonst weniger mit Zahlen umgehen, haben davor einen großen Respekt, den sie jedoch einfach ablegen sollten, weil auch die Zahlenmenschen nur mit Wasser kochen. Wichtigste Regel ist: Alle Zahlen, egal ob Kosten oder Erlöse, müssen plausibel hergeleitet werden. Denn dann können sie erklärt werden. Bei der Erlösplanung müssen dafür Annahmen möglichst auf empirischer Basis getroffen werden, also: Wie viele potentielle Kunden wird es geben? Wie viele davon können wir im ersten, zweiter oder dritten Jahr gewinnen? Welche Produkte wollen wir vermarkten? Welchen Umsatz können wir erwarten? Das alles lässt sich rechnen, wichtig ist die Basis, die immer begründet werden muss, am besten auf Basis von Erfahrungswerten oder Analogien.

Worauf ist bei einer Neugründung in der Buchbranche besonders zu achten?

Neben den Basisfragen nach Bedarf, Kunden, Markgröße und Wettbewerbern gilt es hier, die spezifischen Rahmenbedingungen zu beachten: Gibt es gesetzliche Vorgaben wie z. B. die Preisbindung? Kann oder sollte der Buchhandel integriert werden? Wie sieht es mit Autorenverträgen aus? Bei rein digitalen Geschäftsmodellen gibt es meiner Meinung nach nur wenig Buchbranchenspezifisches zu beachten.

Zur Webinar-Anmeldung geht es hier bei pubiz.de.

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Ehrhardt Heinold: »Auch in der Buchbranche werden neue Geschäftsmodelle immer wichtiger«"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Themen-Kanäle

Webinar-Mediathek

Geballtes Fachwissen

Auf pubiz.de finden Fach- und Führungskräfte aus der Buch- und Medienbranche passgenau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Live-Webinare, Video-Kurse, Praxisbeiträge, Interviews und Anleitungen.

SPIEGEL-Bestseller

Neueste Kommentare