E-Books begünstigen eine neue Lesekultur

Das E-Book leitet nicht nur ein Wandel in der Vertrieb und Vermarktung von Büchern ein. Auch das Lesen selbst verändert sich mit der Digitalisierung. Dies ist zumindest aus einer Befragung der E-Book-Bibliothek Skoobe (hier mehr über Skoobe) abzulesen. 
Ergebnisse einer von der Agentur für Forschung Q im Auftrag von Skoobe durchgeführten Befragung unter E-Book-Lesern (hier im Original zu finden):
  • E-Book-Leser sind Vielleser: Zwei Drittel der E-Book Leser, die an der Befragung teilgenommen haben, sind älter als 40 Jahre, 60% sind Frauen. Die Studienautoren werten dies als Indiz dafür, dass vor allem klassische Buchleser E-Books konsumieren – nicht die Technikfans. 
  • Auf gedruckte Bücher verzichten könnten immerhin 32% der Befragten – sie können sich vorstellen, Bücher irgendwann nur noch im Digitalformat zu lesen. 
  • E-Book-Leser lesen mehr: 60% der Befragten geben an, dass sie insgesamt mehr Bücher lesen, seit sie (zumindest teilweise) auf das digitale Format umgestiegen sind. Eine Beobachtung, die auch der Online-Händler Amazon gemacht hat. Die Lesezeit geht zulasten des Fernsehkonsums (sagen 54%) oder zulasten digitaler Spiele (33%). 9% opfern sogar ihre Schlafzeit für die Digitallektüre. 
  • Das Lesen wird mobil: 87% der Befragten geben an, dass man durch E-Books nun auch in Situationen lesen kann, in denen man früher kein Buch zur Hand hatte. Zwei Drittel lesen seit ihrem Einstieg in das digitale Lesen mehr Bücher, wenn sie unterwegs sind. 
  • Leser wollen Bücher anlesen: Der Zugriff auf Leseproben oder eine digitale Bibliothek wird von den Befragten sehr geschätzt. Kein überraschendes Ergebnis, stammt doch der Großteil der Stichprobe (447 von 634 Befragten) aus der Newsletterdatenbank von Skoobe und interessiert sich somit für digitale Mietmodelle. Fast drei Viertel der Befragten geben an, Leseproben zu nutzen. Durch das Skoobe-Angebot einer digitalen E-Book-Bibliothek verändert sich auch die Buchauswahl: Knapp zwei Drittel sind im digitalen Regal bereits auf Bücher gestoßen, die sie vorher nicht beachtet haben. 
  • E-Book-Leser lesen selektiver: Auch der Umgang mit Büchern verändert sich durch die digitale Lektüre: 94% geben an, dass es ihnen leichter fällt, uninteressante Bücher nicht weiterzulesen. 93% überfliegen Bücher häufiger als früher. 92% lesen öfter ganz gezielt bestimmte Passagen. 92% lesen inzwischen häufiger mehrere Bücher parallel.  
Ein Interview mit Skoobe-Geschäftsführer Christian Damke zu Perspektiven und Herausforderungen im E-Book-Markt ist im kommenden buchreport.express 49/12 zu lesen. 

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