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Dussmanns „KulturKuriere“

Seit der Ladensperrung im Zuge der Coronakrise organisieren viele Buchhandlungen einen Lieferservice. Mit dem KulturKaufhaus Dussmann in Berlin steigt jetzt auch der größte Buchhandelssolitär in Deutschland in die Direktbelieferung per Fahrrad ein.

In Berlin dürfen Fachgeschäfte, dessen Sortiment zum überwiegenden Teil aus Büchern besteht, auch in der Coronakrise geöffnet bleiben. Das populäre KulturKaufhaus Dussmann an der Friedrichstraße macht von der Möglichkeit allerdings keinen Gebrauch, sondern bleibt „vorsorglich und bis auf Weiteres geschlossen“.

Wie viele kleinere, bietet jetzt auch die größte deutsche Buchhandlung (7500 qm Verkaufsfläche, 40 Mio Euro Umsatz, davon 70% mit Buch) einen Liefer- und Abholservice:

  • Kunden können sich telefonisch oder per E-Mail von Montag bis Samstag von 9-24 Uhr persönlich beraten lassen.
  • Für so bestellte Produkte gilt bis zur Wiedereröffnung des Ladengeschäfts ein kostenfreier Versand.
  • „KulturKuriere“ liefern mit dem Fahrrad im Berliner Innenstadtbereichs, innerhalb des S-Bahn-Rings ohne Mehrkosten für die Kunden.

Andrea Ludorf (Foto: Schnappschützen)

Daneben wird auf die Bestellung-Option Online-Shop mit kostenfreiem Versand verwiesen, wenn zur Bestellung mindestens ein Buch gehört, und auf die Abholung im Servicecenter an einem Seiteneingang des KulturKaufhauses. Dussmann hat bisher sehr auf das Einkaufserlebnis vor Ort gesetzt, der Online-Shop trägt nach eigenen Angaben nur ca. 2% zum Umsatz bei, davon wird die Hälfte im Laden abgeholt.

Sollte der Testlauf der „KulturKuriere“ erfolgreich verlaufen, „werden wir den Service vielleicht auch weiterführen, wenn wir endlich wieder die Türen öffnen können“, sagt  KulturKaufhaus-Geschäftsführerin Andrea Ludorf. Mit diesem Service setzt man auch „ein klares Zeichen der Solidarität mit der Buchbranche und gegen die Dominanz der Online-Riesen“.

Wie Buchhändler für Sichtbarkeit sorgen

 

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