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Die Schmalspurlücke

Die Flächenbereinigung im deutschen Filialbuchhandel setzt sich fort. Neben Schließungen und Flächenreduzierungen von Sortimentsbuchhandlungen dünnt vor allem der Schmalspurbuchhandel aus, der den Markt mit einem niederschwelligen populären Angebot und einem offensiven Preismarketing in Form wohlfeiler Sonderausgaben bearbeitet.

Die Restrukturierung von Weltbild im Rahmen der neunmonatigen Insolvenzphase und das im Sommer beschlossene endgültige Aus des Club Bertelsmann reduzieren die Sichtbarkeit von Büchern in der Fläche. Das Ergebnis der zweifachen Schmalspurkrise sind im Vergleich zum Vorjahr deutschlandweit 140 geschlossene oder bald schließende Läden mit einer addierten Verkaufsfläche von ca. 20?000 qm. Das geht aus Berechnungen für den neuen „Filialatlas 2015“ hervor, der im buchreport.magazin November (hier zu bestellenveröffentlicht wird.

Dabei dürfte die Branche weniger der reine Flächenverlust schmerzen (da haben Vollbuchhandlungen in den vergangenen Jahren stärker rückgebaut) als die vielerorts fehlende Ansprache jener Zielgruppen, die bisher von den Club- und Weltbild-Shops angezogen wurden. Beim Club entfallen spätestens Ende 2015 zusätzlich auch die Impulse durch den dann eingestellten Katalog.

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