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Deutscher Verlagspreis: Das sind die Gewinner

Claudia Roth (Foto: Christian Werner / BKM)

Zum vierten Mal wurde der Deutsche Verlagspreis an 63 kleinere und mittlere unabhängige Verlage verliehen. Die mit jeweils 60.000 Euro dotierten Hauptpreise gehen an in diesem Jahr den auf nord- und osteuropäische Literatur spezialisierten Berliner Verlag Guggolz, den ebenfalls in der Hauptstadt ansässigen Kinder- und Jugendbuchverlag Jacoby & Stuart sowie den Münchner Kunstbuchverlag Edition Taube. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 1,6 Mio Euro ausgereicht.

Die Preisverleihung durch Kulturstaatsministerin Claudia Roth fand in der Kongresshalle am Zoo Leipzig statt. Roth würdigte die Bedeutung von kleinen und unabhängigen Verlage für die Kulturlandschaft und das Buchwesen: „Mit Themen und Inhalten abseits des Mainstreams sorgen sie für die einzigartige publizistische Vielfalt in Deutschland.“ Jungen, noch unbekannten Autorinnen und Autoren böten sie oft eine erste Chance zur Veröffentlichung ihrer Werke, meinte Roth, die auch auf die finanziellen Risiken der Verlage hinwies angesichts des hart umkämpften Buchmarktes. Umso wichtiger sei es, deren Arbeit künftig weiter zu unterstützen. Der Deutsche Verlagspreis sei dafür ein wichtiger Baustein. „Weitere Möglichkeiten zur Förderung der deutschen Verlagslandschaft werden wir gemeinsam mit den Ländern und der Buchbranche ausloten“, kündigte Roth an.

Die Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2022 (Foto: Christian Werner / BKM)

Die Unternehmen erhalten die Auszeichnungen nebst Gütesiegel für „ihr kulturelles Engagement, innovative Projekte oder eine außerordentlich hohe Qualität der verlegerischen Arbeit“. Der von Roths Vorgängerin Monika Grütters initiierte Preis wird seit 2019 vergeben. Im vergangenen Jahr freuten sich Korbinian, Klett Kinderbuch und Hartmann Books über die Hauptpreise (mehr dazu hier).

Der Deutsche Verlagspreis ist in 3 Kategorien unterteilt:

  • Drei Verlage erhalten Gütesiegel und den Hauptpreis in Höhe von jeweils 60.000 Euro.
  • 60 weitere Verlage werden mit jeweils 24.000 Euro und ebenfalls einem Gütesiegel ausgezeichnet.
  • Überdies erhalten 3 größere Verlage, die mit ihrem durchschnittlichen Jahresumsatz in den vergangenen drei Jahren über 3 Mio Euro lagen, ein undotiertes Gütesiegel. Das sind in diesem Jahr Emons, Jumbo und Matthes & Seitz.

Wieder mehr Vorjahressieger erneut dabei

Zahlreiche Gäste aus der Buchbranche kamen zur nach Leipzig (Foto: Christian Werner / BKM)

Im Vergleich zum Vorjahr sind 2022 mit 13 Verlagen wieder mehr Vorjahressieger vertreten, 2021 lag deren Anzahl bei 8. Erneut befinden sich auch ehemalige Hauptpreisträger wie Spector Books oder DOM Publishers auf der Auszeichnungsliste.

Bei der aktuellen Ausschreibungsrunde hatten sich 338 Verlage beworben, im Vorjahr waren es 366. Der Jury unter Vorsitz des Literaturübersetzers Hinrich Schmidt-Henkel gehören die Journalisten Roswitha Budeus-Budde und Hannes Hintermeier, die Stiftung-Buchkunst-Geschäftsführerin Katharina Hesse, der Hamburger-Literaturhaus-Leiter Rainer Moritz, der Buchgestalter Hans-Heinrich Ruta sowie die Booktuberin Ilke Sayan an.

Die Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2022 in der mit 24.000 euro dotierten Kategorie sind:

  • Anton G. Leitner Verlag
  • Argument Verlag mit Ariadne
  • ars vivendi
  • av edition
  • AvivA
  • Buchkinder Verlag
  • Büchner-Verlag
  • CulturBooks Verlag
  • Deutscher Architektur Verlag
  • DISTANZ
  • DOM publishers
  • edition assemblage
  • Edition Tiamat (Verlag Klaus Bittermann)
  • Elfenbein Verlag
  • Faber & Faber
  • Frankfurter Verlagsanstalt
  • Hirnkost KG
  • homunculus verlag
  • Jaja Verlag
  • Kehrer Verlag
  • Kerber Verlag
  • Kindermann Verlag
  • Komplett-Media
  • Konkursbuch Verlag
  • kunstanstifter – Verlag für Illustration
  • Lagato Verlag
  • Lubok Verlag
  • mairisch Verlag
  • mareverlag
  • MaroVerlag
  • Mitteldeutscher Verlag
  • Mixtvision
  • Orlanda Verlag
  • Passanten Verlag
  • Pendragon (Günther Butkus)
  • Peter Hammer Verlag
  • pmv Peter Meyer Verlag
  • Poetenladen
  • Pulp Master
  • REPRODUKT
  • Ronin Hörverlag
  • Rotopol
  • Satyr Verlag
  • Schaltzeit Verlag
  • Schirmer/Mosel
  • Secession Verlag
  • speak low
  • Spector Books
  • starfruit publications
  • SUKULTUR
  • supposé
  • Tulipan
  • Verbrecher Verlag
  • Verlag Graswurzelrevolution
  • Verlag Kettler
  • Verlagshaus Berlin
  • Voland & Quist
  • Wagenbach
  • Weidle Verlag
  • Wunderhorn

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