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Der Trend schlägt zu Buche

Zeitschriftenverleger entdecken das Buch und den klassischen Buchhandel, berichtet der Medienexperte Peter Turi in seinem Mediendienst turi2. Grund: Im Sortiment lassen sich hochwertige Inhalte langfristiger verkaufen als im schnelldrehenden Zeitschriftengeschäft. Jüngstes Beispiel ist die neue Zeitschrift „Geo Epoche Kollektion“ aus dem Verlag Gruner+Jahr.

Die erste Ausgabe des neuen Magazins zum Thema Mittelalter „in dunklem Bronze ist optisch und haptisch mit 220 Seiten und starkem Papier näher am Buch als an einer Zeitschrift“, schreibt Turi. Der Inhalt ist Zweitverwertung: 23 Beiträge aus älteren Ausgaben der Zeitschrift „Geo Epoche“, die sich thematisch unter der Klammer „Der Alltag in einer bewegten Zeit“ fassen lassen. Die Kollektion sei „ein neu gestaltetes ,Premium Best of‘ aus 17 Jahren ,Geo Epoche‘“, zitiert Turi Chefredakteur Michael Schaper.

Das neue Produkt aus dem Hause Gruner + Jahr ist beispielhaft für einen Trend: „Schaper geht mit ,Geo Epoche Kollektion‘ weiter konsequent den Weg in Richtung Buch – in Preis, Umfang und Ausstattung“, analysiert Turi „Der Multi-Chefredakteur sucht Anregungen inzwischen eher im Programm von Buchverlagen als bei der Zeitschriften-Konkurrenz. Und ist stets auf der Suche nach ,Longlasting Content‘.“

Und der Fall „Geo Epoche Kollektion“ zeigt auch, dass nicht nur das Medium Buch für Zeitschriftenmacher an Attraktivität gewinnt, sondern auch seine klassische Vertriebsstruktur: Für 2016 habe Schaper sich vorgenommen, „die zeitlosen Wissenstitel noch besser im klassischen Buchhandel unterzubringen“, berichtet Turi.

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