Das verschwundene Schwarzbuch

Amazon und Weltbild, die Großbuchhändler Libri und KNV mit ihren tausend angeschlossenen Webshops haben offenbar das „Schwarzbuch WWF: Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda“ von Wilfried Huismann aus dem Angebot genommen – ohne jeglichen Hinweis, so dass es schlicht nicht auffindbar ist. Dies thematisiert die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS, 3.6.) als Aufmacher (s. Abb.). Eine Kurzfassung steht im faz.net.

Das Gütersloher Verlagshaus (Random House) hält das bereits im April erschienene Buch allerdings weiterhin lieferbar und auch der Shop buchhandel.de der Börsenvereinstochter MVB bietet das Buch nach buchreport-Recherchen weiter an. Es liegt offenbar auch keine Einstweilige Verfügung gegen den Verkauf vor, weshalb die „FAS“ von „Selbstzensur“ spricht.

Inwieweit das Buch auch im stationären Handel aus dem Regal genommen wurde, ist nicht klar. Die „FAS“ zitiert allerdings Marktführer Thalia, er wolle sicherstellen, „das wir nur rechtlich unstrittige Titel im Sortiment führen“.

Die Sonntagszeitung berichtet von „massivem Druck“ den die Naturschutzstiftung WWF auf Verlag, Buchhandel und auch gegen eine WWF-kritischen WDR-Film ausgeübt habe. Eine gerichtliche Prüfung der Buchaussagen soll erst Mitte Juni vor dem Landgericht Köln erfolgen.

Kommentare

1 Kommentar zu "Das verschwundene Schwarzbuch"

  1. Das volle Interview mit dem Autor ist mittlerweile auch online zu finden auf faz.net: http://www.faz.net/aktuell/pol

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