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Das Hörspiel „Die Enden der Parabel“ wird mit dem Deutscher Hörbuchpreis ausgezeichnet

Das Hörspiel „Die Enden der Parabel“ nach dem Roman des amerikanischen Kultautors Thomas Pynchon hat den „Deutschen Hörbuchpreis 2021“ in der Kategorie „Hörspiel“ gewonnen. Die unabhängige Jury würdigt damit die weltweit erste Hörspielbearbeitung des 1973 erschienenen Romans. Für Bearbeitung, Inszenierung und Komposition war Hörspielregisseur Klaus Buhlert verantwortlich. Es die zweite bedeutende Auszeichnung für die Koproduktion des federführenden Südwestrundfunks mit dem Deutschlandfunk, die bereits als „Hörbuch des Jahres 2020“ der hr2-Hörbuchbestenliste ausgezeichnet wurde. In der aufwendigen, rund 14-stündigen Inszenierung sind u. a. Bibiana Beglau, Golo Euler, Felix Goeser, Corinna Harfouch, Jens Harzer, Franz Pätzold und Thomas Thieme zu hören. Die Verleihung fand am 26. Mai 2021 in Form einer Livesendung auf WDR 5 statt.

Jury würdigt „eigene Klangsprache“ und „surreale akustische Räume“

„Die Enden der Parabel“, im Original „Gravity’s Rainbow“, spannt den Bogen von den V2-Raketen auf London während des Zweiten Weltkrieges bis zur deutschen Kapitulation und dem Abwurf der Atombombe. Erzählt wird in zahlreichen, ineinander verschlungenen Handlungssträngen sowie in Vor- und Rückblenden. Die Jury in ihrer Begründung: „Wenn am Ende ihres Parabelfluges eine V2-Rakete bei ihrem Aufschlag in einem schwerkraft-induzierten Regenbogen explodiert, dann ist das Hörspiel auf mehrere Weisen herausgefordert. Regisseur und Bearbeiter Klaus Buhlert findet für Thomas Pynchons Roman eine eigene Klangsprache jenseits des Illustrativen und eröffnet surreale akustische Räume. Mit seinem prominent besetzten, spielfreudigen Ensemble schafft er einen Erzählfluss, der den 1.200-seitigen Roman auf 13 Stunden verdichtet.“

Barbara Schäfer, die seit dem 1. Januar 2021 die standortübergreifende Abteilung Hörspiel Feature Radiokunst im Deutschlandradio leitet, über die Produktion: „Die historische Langzeitwirkung eines Stoffes kann nicht besser belegt werden als mit dieser Romanumwandlung in eine Audiokomposition – voller Geschichten mit popkulturellem Nachbeben, über Krieg, Anarchie, ‚Schwarzgerät‘ und englisches Weingummi.“

Das Hörspiel war im April 2020 an zwei Abenden in SWR2 und an sechs Abenden im Deutschlandfunk zu hören. Die Dramaturgie hatte Manfred Hess (SWR2). Eine CD-Edition ist bei HörbuchHamburg erschienen.

Weitere Infos unter: www.swr2.de/pynchon

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