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Conni-Erfinderin Liane Schneider zufrieden mit Wahl von Emma Schweiger

Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ meldet, begrüßt Liane Schneider, Erfinderin der beliebten Pixi-Figur „Conni“, die Entscheidung für Tils Schweigers Tochter Emma (12) als Hauptdarstellerin im Conni-Kinofilm: „Emma Schweiger als Conni finde ich gut. Wenn man ein anderes, noch völlig unbekanntes Mädchen genommen hätte, dann wäre sie womöglich ständig auf die Rolle der Conni festgelegt gewesen“, sagte die 57-jährige Autorin aus Garbsen bei Hannover in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstag). Mittlerweile gibt es neben den bekannten Pixi-Büchern mit einer Gesamtauflage von weit über 20 Millionen auch zahlreiche Hörspielkassetten, eine TV-Serie, ein Musical und demnächst den Kinofilm. Schneider kann gut verstehen, dass Eltern manchmal von ihren Büchern genervt sind: „Natürlich geht Eltern ein Buch, das sie x-mal vorlesen müssen, auf den Keks. Das ist doch völlig normal. Aber für Kinder ist Wiederholung wichtig, das fördert das eigene, selbstständige Lesen“, sagte die Autorin. Dass Geschichten wie „Conni geht zum Arzt“ oder „Conni backt Pizza“ Eltern zudem etwas schlicht erscheinen, ist für sie hingegen nicht nachvollziehbar. „Manchen Autoren mögen diese Geschichten vielleicht banal erscheinen – aber sie sind es nicht. Nicht für Kinder.“

Erfunden hat Schneider die Figur „Conni“ einst für ihre eigene Tochter Conni, als diese 1990 in den Kindergarten kam. So hieß das erste Buch dann auch „Conni kommt in den Kindergarten“. Auch heute noch schreibt Schneider über Erlebnisse der „kleinen“ Conni. Mittlerweile erscheinen im Carlsen-Verlag auch Geschichten über Conni im Grundschul- und Teenager-Alter, die jedoch von anderen Autoren verfasst werden und – anders als die Kindergartengeschichten – frei erfunden sind. Ihre Tochter habe nicht gewollt, dass sie über ihre Zeit als Jugendliche berichte, so Schneider: „Sie hat gesagt, dass sie mir gar nichts mehr erzähle, wenn ich darüber schreibe.“ Als Berühmtheit sieht sich Liane Schneider nicht. „Das ist bei Autoren ja häufig so, dass man nicht so im Fokus steht. Ich finde es aber auch ganz angenehm, nicht überall erkannt zu werden.“ Dass der Carlsen-Verlag bewusst auf Merchandising-Produkte verzichtet, begrüßt die Autorin: „Conni soll eine beste Freundin sein. Und von seiner besten Freundin kauft man keine Bettwäsche.“

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