buchreport

Comics als Kunstform etablieren

Expertenrunde in Berlin: Lars von Törne („Tagesspiegel“) befragte zum Schluss der Comicexpansion die Leiter der einzelnen Workshops – Axel Halling (Comicverein), Bianca Henze (Berthold Leibinger Stiftung), Andreas Platthaus (F.A.Z.), Meheddiz Gürle (Stadtbibliothek Bochum) und Künstlerin Aisha Franz (v.l.) – zu deren Resultaten. (Foto: Martin Jurgeit)

Perspektiven der Comic-Kultur in Deutschland ausloten: Das stand bei der Fachkonferenz Comicexpansion am 19. und 20. Mai im Literarischen Colloquium Berlin auf der Agenda. In Workshops wurde eine Liste mit Forderungen und Projekten formuliert, mit der die Comic-Szene in den Austausch mit Kultur-Staatsministerin Claudia Roth treten will:

  • Anerkennung des Comics als eigenständige Kunstform neben Literatur und bildender Kunst
  • Bewahrung des Comic-Kulturerbes in einem Museum mit nationaler Ausstrahlung
  • Ausbau der Comic-Förderung
  • Gründung eines Comic-Instituts für die Lehre und Forschung
  • Aufbau einer zentralen Plattform, die alle Informationen rund um den Comic und seine Institutionen bündelt.

An dem Treffen, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Comic­verein stattfand, nahmen Vertreter des Ministeriums von Roth, Verlagsmitarbeiter, Künstler, im Comic-Segment engagierte Buchhändler, Museumsleiter, Journalisten, Hochschul-Professoren und Vertreter von Bibliotheken oder Stiftungen teil, die fast das gesamte Spektrum der Comic-Szene bis hin zur Graphic Novel repräsentierten. Nicht angereist waren allerdings Vertreter des boomenden Manga-Segments, was von den Organisatoren der Konferenz bedauert wurde. Das soll sich beim nächsten Treffen ändern. Die Comicexpansion soll nur einen Anfangspunkt setzen. Geplant ist eine jährlich stattfindende Tagung.

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Comics als Kunstform etablieren"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Dossier

Aktuelles aus dem Handel

  • 1. Halbjahr endet mit einem Mini-Umsatzplus  …mehr
  • Wie geht es dem E-Commerce, Herr Groß-Albenhausen?  …mehr
  • Abgekühlte Konjunktur: So hat sich der E-Commerce im 1. Halbjahr…  …mehr
  • 9-Euro-Ticket und Co.: Bahnsteige füllen sich wieder  …mehr

  • SPIEGEL-Bestseller im Blick

    Der SPIEGEL-Bestseller-Newsletter gibt Ihnen jede Woche kostenlos einen Überblick zu den Aufsteigern der neuen SPIEGEL-Bestsellerlisten.

    » Melden Sie sich hier kostenlos an.

    Wollen Sie sich darüber hinaus schon vorab und detailliert über die Toptitel von morgen informieren, um frühzeitig disponieren zu können?

    » Bestellen Sie das SPIEGEL Bestseller-Barometer ab 8 Euro pro Monat.

    Wenn Sie die SPIEGEL-Bestesellerlisten z.B. in Ihren Geschäftsräumen präsentieren wollen oder online in Ihren Web-Auftritt integrieren möchten, hat buchreport weitere Angebote für Sie.

    » Weitere Angebote zu den SPIEGEL-Bestsellerlisten