Buchhändler genießen besseren Ruf als Politiker

Im Ranking der angesehensten Berufe steht der Buchhändler relativ weit unten – aber noch vor den Politikern, Fernsehmoderatoren und Bankern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach

Die Marktforscher haben den Befragten eine Liste mit Berufen vorgelegt, aus denen diese fünf auswählen sollten, vor denen sie die meiste Achtung haben. Ergebnis: Das Ansehen des Buchhändler hat sich auf einem relativ stabilen Niveau eingependelt, 7% der Deutschen wählten den Sortimenter als einen der fünf Kandidaten aus. Zum Vergleich: 2011 genoss der Sortimenter bei 6% der Bevölkerung hohes Ansehen.

Im Jahre 1991 hatten noch 9% der Bevölkerung den Buchhändler ausgewählt, in den folgenden Jahren lag der Wert zwischen 7 und 8%, nur im Februar 1995 tauchte der Buchhändler aufgrund geringer Nennungen überhaupt nicht im Ranking auf. Am meisten Ansehen genoss das Berufsbild des Buchhändlers in 2004, damals gaben 13% der Befragten an, dass sie vor Buchhändlern gemeinsam mit vier anderen Berufen am meisten Achtung haben, in Ostdeutschland waren es sogar 19%.

Auf Platz 1 der Prestige-Skala stehen unangefochten die Ärzte (76%), gefolgt von Krankenschwestern (63%) und Polizisten (49%). In der Betrachtung der letzten beiden Jahrzehnte zeigt sich, dass das Ansehen vieler Berufe relativ stabil ist. Dies trifft beispielsweise auf den Ärzte und Ingenieure sowie Journalisten zu. Dagegen hat sich das Ansehen von Pfarrern und Geistlichen bei unter 30% stabilisiert und liegt damit deutlich unter den Werten früherer Jahre. Auch die Reputation von Hochschulprofessoren ist seit Anfang der 1990er Jahre tendenziell rückläufig. Einen schweren Stand haben zudem Politiker, deren Reputation zwischen 1991 und 2005 von 14% auf 6% zurückgegangen ist und seitdem auf diesem niedrigen Niveau verharrt.

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