Verband zeigt sich optimistisch: »Wendepunkt«

Mit der „Quo-Vadis“-Buchkäuferstudie hatte der Börsenverein 2018 die Branche und auch die Medien in Aufregung versetzt. Stichwort: 6 Mio Buchkäufer verloren. In seiner diesjährigen Wirtschaftspressekonferenz (6.6.) war der Verband bemüht, positivere Signale auszusenden. Man spricht im Rückblick auf 2018 gar von einem „Wendepunkt in der Buchbranche“, denn: Die Branche hat ihren Umsatz gehalten und ist mit Zuwächsen ins Jahr 2019 gestartet. Und man habe 300.000 Kunden zurückgewonnen. Damit sei die Zahl der Buchkäufer erstmals seit 2012 wieder gestiegen.

Die Zahlen auf Basis des GfK Consumer Panels:

  • 29,9 Mio Menschen ab 10 Jahren erwarben 2018 mindestens ein Buch, 2017 waren es 29,6 Mio gewesen.
  • Die größten Zuwächse zeigen sich in den Altersgruppen, in denen in den vergangenen Jahren am meisten Käufer verloren gegangen sind: In der Altersgruppe zwischen 20 und 29 Jahren stieg die Zahl der Käuferinnen und Käufer um rund 15%, bei den 30- bis 39-Jährigen um 16%, bei den 40- bis 49-Jährigen um 2%.

Die Zahlen wertet der Börsenvereins-Vorstand als Zeichen, dass sich die Bemühungen der Branche, neue Zugänge zu den Lesern zu schaffen und für eine bessere Orientierung im Buchangebot zu sorgen, gelohnt haben. „Das Jahr 2018 hat Bewegung bei Verlagen und Buchhandlungen ausgelöst, Verlage und Buchhandlungen bauen ihre Nähe zum Kunden aus und entwickeln neue Maßnahmen, um Menschen für Bücher zu begeistern. Dazu zählen neue Ladenkonzepte, kreative Veranstaltungsformate, Social-Media-Aktionen, neue Erzählformate und innovative Verlagsprogramme. Daneben arbeiten wir branchenweit an Lösungen für ein modernes, kundenfreundliches Orientierungssystem im Buchhandel sowie daran, das Image des Bücherlesens zu verbessern“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Bösenvereins.

Der im Oktober scheidende Börsenvereins-Vorsteher Heinrich Riethmüller ergänzt, dass auch das Online-Geschäft des Buchhandels an Bedeutung gewinne. Allerdings sei der stationäre Buchhandel weiterhin durch steigende Mieten, die Entwicklung der Innenstädte und Probleme bei der Nachfolgesuche belastet.

Positive Bilanz zieht Schatzmeister Matthias Heinrich für das E-Book: Digitale Bücher verzeichneten 2018 deutliche Zuwächse, Absatz und Umsatz steigen. Das zeig, dass sich das E-Book im Publikumsmarkt etabliert habe und noch Potenzial biete.

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