Börsenverein will Lobbyarbeit optimieren

Auf der politischen Bühne und im öffentlichen Diskurs wird es schwerer, mit überzeugenden Argumenten zu punkten. Der Börsenverein will deshalb seine Lobbyarbeit optimieren. Dieses Vorhaben war ein zentraler Punkt der gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse des Verbands in Frankfurt.

„Hintergrund ist ein Arbeitspapier aus dem Vorstand, das eine Neuausrichtung der Lobbyarbeit anregt, weil sich der Verband mit manchen Argumentationen in politischen und wirtschaftlichen Gremien schwer tut“, erläutert Nadja Kneissler (Delius Klasing), Vorsitzende des Verlegerausschusses. Kneissler weiter: „Wir haben es heute zunehmend mit jungen Politikern zu tun. Das sind Digital-Natives und die Informationsgesellschaft stellt uns vor neue Herausforderungen“.

Frische Impulse für die Lobbyarbeit werden derzeit mit Hilfe diverser Szenarien erarbeitet, die zeigen sollen, in welche Richtung sich zentrale Branchenfelder wie „Wissenschaft“, „Lehre“, „Schule“ und „Öffentliche Bibliotheken“ entwickeln könnten und welche Antworten eine effektive Lobbyarbeit darauf finden müsste. „Das ist noch keine Entscheidung für einen Kurswechsel. Aber es ist angedacht, in den kommenden Monaten sehr genau zu überdenken, welche Geschichten wir wie erzählen müssen, um mit unseren Punkten durchzudringen“, sagt Kyra Dreher, Geschäftsführerin der Fachausschüsse im Verband.    

Wie geht es nach der Buchkäuferstudie weiter?

Die  Fachausschüsse des Börsenvereins erhielten auch ein Update zu den nächsten Schritten nach der Abschlusskonferenz der Buchkäuferstudie. Im Verband sind zwei Arbeitsgruppen in Gründung, die noch vor Jahresende ihre Arbeit aufnehmen sollen:

  • Die AG „Image des Lesens“ beschäftigt sich mit dem Thema „Wertschätzung für das Buch“, flankierend zur Kampagne „Jetzt ein Buch“, die fortgeführt werden soll. Sie tagt erstmals am 4. Dezember.
  • Die zweite AG hat vor dem Hintergrund der Titelflut auf dem Markt das Stichwort „Orientierung“ auf ihrer Fahne. Unterstützung des Sortiments bei Empfehlungen und Hilfen für die Buchkäufer, die schneller zu den Titeln kommen sollen, die zu ihren Wünschen passen – das sind zwei wichtige Arbeitsaufgaben dieser Arbeitsgruppe. Dreher: „Neben den bisherigen Warengruppensystemen sollen im Metadatenbereich übergeordnet weitere Systeme aufgebaut werden, die Orientierung geben“. Die AG Orientierung tagt erstmals am 26. November.

Mehr Transparenz bei VLB-TIX

Die Fachausschüsse riefen das Sortiment in der Breite dazu auf, das digitale Vorschausystem VLB-TIX einzusetzen. „Das ist der Weg in die Zukunft“,  sagt Christiane Schulz-Rother (Tegeler Bücherstube, Berlin), Vorsitzende des Sortimenterausschusses. Es läuft aber noch lange nicht alles rund. Die Forderung der Fachausschüsse an VLB-TIX: Die Performance muss verbessert werden, die unterschiedlichen Vertretersysteme müssen besser angebunden werden und es muss eine intensivere Einbindung des Handels in die weiteren Entwicklungsprozesse geben.

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