Bestseller bescheren Bastei Lübbe positives Halbjahresergebnis

Wachstum trotz Corona: Im ersten Geschäftshalbjahr 2020 (1. April bis 30. September) ist der Umsatz des börsennotierten Verlags Bastei Lübbe um 7,3% auf 41,1 Mio Euro gestiegen. Als Grund dafür wird vor allem auf zugstarke Bestseller verwiesen.

Auch das Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuer (EBIT) verbesserte sich für den Berichtszeitraum von 1,8 Mio Euro auf 3,4 Mio Euro. Darin enthalten sind jedoch auch 1,1 Mio Euro, die sich aus einem Vergleich mit den ehemaligen Organmitgliedern ergeben haben. Die EBIT-Marge konnte auf 8,2 % gesteigert werden (Vorjahr: 4,7 %).

Blick auf die Segmente

Vor allem der Umsatz im Segment „Buch“ lag aufgrund des „starken Herbstprogramms“ in den ersten 6 Monaten mit 37,5 Mio Euro um 3,3 Mio Euro höher als im Vorjahreszeitraum. Das Segment-EBIT konnte im selben Zeitraum von 0,8 Mio Euro auf 2,6 Mio Euro im laufenden Jahr verbessert werden. Ken Follett, Dan Brown und Jeff Kinney zählten mit neuen Titeln zu den treibenden Bestseller-Autoren. 

Das Segment „Romanhefte“ hingegen ging spürbar zurück und verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatz in Höhe von 3,6 Mio Euro (Vorjahr: 4,1 Mio Euro) bei. Die Umsatzerlöse des aktuellen Geschäftsjahres seien jedoch nicht vergleichbar mit denen des Vorjahres, da Bastei Lübbe die Rätselsparte zum 31. Mai 2019 verkauft habe. Das Segment-EBIT reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 1,0 Mio Euro auf 0,7 Mio Euro. Im Vorjahr sind Erlöse aus dem Verkauf der Rätselsparte in Höhe von 0,4 Millionen Euro enthalten.

Risiken im Hörbuchgeschäft

Als Risiko bewertet Bastei Lübbe Veränderungen des Hörbuchmarkts. So heißt es im Halbjahresbericht: „Der Hörbuchmarkt und die Nutzungsgewohnheiten der Kundinnen und Kunden verändern sich materiell. Digitale Nutzungsformate gewinnen zunehmend an Bedeutung, sowohl als Download-to-own als auch in unterschiedlichen Streamingmodellen.“ Es bestehe das Risiko, dass sich die Vergütungsmodelle und die zunehmende Verhandlungsmacht der Streamingportale nachteilig auswirke. Außerdem bestehe das Risiko, dass nicht zu allen Titeln Streamingrechte zu den „notwendigen Konditionen“ akquiriert werden können. In diesem Umfeld reduzierten sich wahrscheinlich auch die Vermarktungspotenziale von physischen Hörbüchern.

Ansonsten verweist der Vorstand für das Gesamtgeschäft auf die Unwägbarkeiten im Zuge der Corona-Pandemie.

Erster Bericht des neuen Vorstands

Den Zwischenbericht präsentierte erstmals der in diesem Jahr komplett neu zusammengesetzte Vorstand: Mit dem Beginn des Geschäftsjahres am 1. April 2020 hatte Simon Decot seine Tätigkeit als Vorstand Programm aufgenommen, zum 1. August waren Sandra Dittert als Vorständin Marketing und Vertrieb sowie Joachim Herbst als Vorstand Finanzen angetreten. Mit dem Ausscheiden des CEO Carel Halff am 15. September hatte Herbst zusätzlich die Rolle des Sprechers des Vorstandes übernommen.

 

Der gesamte Halbjahresfinanzbericht von Bastei Lübbe ist hier einsehbar.

Hier geht es zum Halbjahresbericht 2019:

Bastei Lübbe: Weniger Umsatz, besseres Ergebnis

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