Bastei Lübbe: Weniger Umsatz, besseres Ergebnis

Bastei Lübbe liegt im Plan, ist die Kernbotschaft des aktuellen Halbjahresberichts. Für die börsennotierte Publikumsverlagsgruppe gilt aber wie für die meisten: Das Weihnachtsgeschäft entscheidet über Wohl und Wehe des Geschäftsjahres. 

Die Zahlen des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2019/2020 (1. April bis 30. September) im Überblick:

  • Umsatz: 43,2 Mio Euro (Vorjahr: 47,4 Mio Euro)
  • Konzernergebnis vor Zinsen und Ertrag­steuer (EBIT): 2,4 Mio Euro (Vorjahr: –0,2 Mio Euro)
  • EBIT-Marge: 5,7% (Vorjahr: –0,4%)
  • Netto-Verschuldung: 13,5 Mio Euro (Vorjahr: 17,8 Mio Euro) 
  • Periodenergebnis: 1,1 Mio Euro (Vorjahr: –0,9 Mio Euro)
  • Ergebnis je Aktie: 0,07 Euro (Vorjahr: –0,08 Euro).

„Stand heute können wir an unserer Umsatz- und EBIT-Prognose für das Geschäftsjahr festhalten“, sagt Finanzvorstand Ulrich Zimmermann. Gerechnet wird mit einem Konzernumsatz in Größenordnung von 85 bis 87 Mio Euro (Vorjahr: 95 Mio Euro) sowie einem EBIT zwischen 3,5 und 5,3 Mio Euro (Vorjahr: 2,7 Mio Euro). Wie das Geschäftsjahr letztlich ausfällt, wird sich nach dem wichtigen Weihnachtsgeschäft zeigen. Aktuell setzt bereits das Eichborn-Wirtschaftssachbuch „Der größte Crash aller Zeiten“ auf der SPIEGEL-Bestsellerliste Hardcover Sachbuch Akzente; im Kinderbuch wurde zuverlässig vorm Weihnachtsgeschäft bei Baumhaus ein neuer „Greg”-Band von Jeff Kinney an den Start geschoben.

 

So entwickeln sich die einzelnen Geschäftsbereiche

Bastei Lübbes Buchumsatz liegt mit 34,2 Mio Euro unter Vorjahr (37,5 Mio Euro) – „programmbedingt” und „wie geplant” heißt es dazu vom Unternehmen. Durch das verordnete Effizienzprogramm liegt das Ergebnis gleichwohl über Vorjahr: 0,8 Mio Euro (Vorjahr: 0,1 Mio Euro).

„Unsere Programmstrategie im Buchbereich fokussiert immer stärker auf klar definierte Zielgruppen, wie bei unserem New-Adult-Imprint Lyx für junge Frauen. Sogenannte Welt-Blockbuster hingegen sind inzwischen schwieriger einzuschätzen“, sagt Klaus Kluge, Vorstand Programm, Vertrieb und Marketing.

Die beiden anderen Sparten Romanhefte und Games entwickelten sich so:

  • Romanhefte: Das Segment erzielte einen Umsatz von 4,1 Mio Euro (Vorjahr: 5,1 Mio Euro), das EBIT liegt bei 1,0 Mio Euro (Vorjahr: 0,4 Mio Euro). Da Bastei Lübbe im Frühjahr seine im Segment angegliederte Rätselheftsparte verkauft hat, sind die Zahlen allerdings nur bedingt vergleichbar.
  • Games: Der Games-Umsatz liegt mit 4,8 Mio Euro auf Vorjahresniveau, das EBIT wurde auf 0,7 Mio Euro verbessert (Vorjahr: –0,7 Mio Euro). Die Zahlen liegen damit am unteren Ende der Erwartungen. Grund dafür laut Unternehmen der von August auf November verschobene Erscheinungstermin des Spiels „Year-of-Rain“. 

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