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Auszeichnung mit Geschmäckle

Während hinter den Kulissen über einen Verkauf des Buchbranchenriesen verhandelt wird und es in der Belegschaft brodelt, wurde die Verlagsgruppe Weltbild (Augsburg) gestern in Berlin mit dem Deutschen Handelspreis 2008 ausgezeichnet. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) lobte das Unternehmen für herausragende Leistungen und zeichnete es in der Kategorie „Großbetriebe“ aus. Weltbild habe ein hohes Expansionstempo und nachhaltig hohe Wachstumsraten. Bemerkenswert sei das starke Wachstum im Internet und Filialgeschäft mit mittlerweile 530 Läden in Verbindung mit einer optimalen Vernetzung der verschiedenen Vertriebswege. Hinzu komme eine hohe Markenstärke. Weltbild stehe für Innovationskraft im Medien- und Buchhandel.

Nach einer Pressemitteilung wurde der Preis bei einer Gala im Rahmen des Deutschen Handelskongresses in Berlin durch HDE-Präsident Josef Sanktjohanser (Foto, neben Carel Halff, Foto: Svea Pietschmann) verliehen. „Weltbild ist der Marktführer“, wird Hartmut Ostrowski, Vorsitzender des Vorstandes der Bertelsmann AG, in der Mitteilung zitiert. „Weltbild hat es geschafft, sich von einem kleinen mittelständischen Verlagshaus zu einem internationalen Unternehmen zu entwickeln.“  Und auch Weltbild-Partnerin Nina Hugendubel kommt zu Wort: „Weltbild steht für preisgünstige Angebote – und zwar in jedem Bereich.“

Carel Halff, Vorsitzender der Geschäftsführung von Weltbild, nahm den Preis entgegen. Und sagte: „Erfolg zu haben ist großartig, aber es gibt nichts Verkehrteres, als sich darauf auszuruhen. Gerade in Zeiten des Wandels wie heute ist es wichtig, notwendige Veränderungen frühzeitig zu erkennen und umzusetzen.“

Ob der Preis die bisher verkaufswilligen Eigentümer, die Bischöfe der insgesamt 14 Diözesen sowie die Soldatenseelsorge Berlin, doch noch einmal umstimmt, ist zweifelhaft.

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