Ausgezeichneter Goldrausch

Eleanor Catton (Foto: rechts, © Janie Airey) heißt die diesjährige Gewinnerin des britischen Man Booker Prize for Fiction. Die 28-Jährige erhält die mit 50.000 Pfund dotierte Auszeichnung für ihren Roman „The Luminaries“.
Catton ist die jüngste Gewinnerin der von der Man Group gesponserten Auszeichnung und nach Keri Hulme („The Bone People“, 1985) die zweite Neuseeländerin, die mit dem renommiertesten britischen Literaturpreis ausgezeichnet worden ist. Der 800-Seiten-Roman ist in Neuseeland im 19. Jahrhundert angesiedelt und handelt vom Goldrausch auf der Insel.
Für Cattons Verlag Granta ist es der erste Booker-Preis.
Neben Catton standen folgende Autoren und Bücher auf der Shortlist:
  • NoViolet Bulawayo: „We Need New Names“ (Chatto)
  • Jim Crace: „Harvest“ (Picador)
  • Jhumpa Lahiri: „The Lowland“ (Bloomsbury)
  • Ruth Ozeki: „A Tale for the Time Being“ (Canongate)
  • Colm Toibin: “The Testament of Mary“ (Viking)
Der Booker hatte vor wenigen Wochen für Turbulenzen gesorgt, weil die Preis-Organisatoren die renommierte Auszeichnung ab 2014 für Schriftsteller aus aller Welt öffnen wollen, sofern sie ein literarisches Werk in englischer Sprache verfasst haben und dieses in Großbritannien erschienen ist (hier mehr). Bisher war in den Statuten festgeschrieben, dass der Man Booker nur für englischsprachige Autoren aus dem Vereinigten Königreich, Irland und den Commonwealth-Ländern offen ist.

Die Booker-Siegerin wurde im Rahmen eines Dinners in der Guildhall in London bekanntgegeben.

Kommentare

1 Kommentar zu "Ausgezeichneter Goldrausch"

  1. Der erste, sehr lesenswerte Roman von Eleanor Catton, „Die Anatomie des Erwachens“, ist bei Arche erschienen.
    Der jetzt ausgezeichnete Roman ist ein 800-Seiten-Pflasterstein, der, wäre er halb so lang, doppelt so gut wäre. Irgendwann hat das wohl auch die Autorin erkannt, ab ca. Seit 350 rekapituliert sie nämich, was bis dahin geschehen ist.
    Viel Mystik und Mysterium, astrologisches Zeichengemunkel – aber technisch gut gemacht, wie das einer Lehrerin für Creative Writing auch abzuverlangen ist. Ein kalkulierter Bestseller. Nun ja, wer’s mag…

    Wesentlich bessere Alternative für einen Roman über Neuseeland im 19. Jahrhundert: Maurice Shadbolt: „Season of the Jew“.

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