Aufgeräumt und was Grünes

Mirellas Schreibtisch (Foto: privat)

Wo schreibt Mirella Precek ihre Bücher? Die Influencerin und Autorin gewährt buchreport einen Blick in ihr Arbeitszimmer:

Als Webvideo-Künstlerin, die es gewohnt ist, mit gesprochener Sprache und Bildern zu arbeiten, war es anfangs gar nicht so leicht, den Einstieg ins Schreiben zu finden. Die berühmt-berüchtigte erste Seite habe ich lange vor mir hergeschoben, bis ich gemerkt habe, dass ich meinen Humor, der eben meist spontan beim Erzählen kommt, super gut in Sprachmemos festhalten kann. Deswegen habe ich bei der Erstellung meines Buches relativ viel mit Sprachaufnahmen gearbeitet, bei denen ich Gedankengänge frei laufen und gleichzeitig festhalten konnte, ehe es an die Verschriftlichung ging.

Mit meiner Lektorin habe ich regelmäßig die Kölner Café-Szene abgeklappert und gemeinsam haben wir uns durch diverse Kuchenangebote probiert. Das war immer eine willkommene Abwechslung zum Schreibtisch innerhalb der eigenen vier Wände. An sich liebe ich es aber wirklich sehr, von Zuhause aus arbeiten zu können, da ich meine Haustiere, meinen Kühlschrank und meine Jogginghose in unmittelbarer Nähe habe. Um neue Inspiration und Abstand zum Altbekannten zu gewinnen, tut ein Tapetenwechsel hier und da jedoch ganz gut. Wahrscheinlich bin ich deshalb auch ständig am Rumräumen und plane gerade mein neues Arbeitszimmer mit einem größeren Schreibtisch, der diesmal in der Mitte des Raumes stehen und den Blick aus dem Fenster ermöglichen soll.

Allgemein versuche ich mein Arbeitsumfeld so aufgeräumt und unaufgeregt wie möglich zu halten, damit ich nicht zu sehr abgelenkt werde und mich auf die Aufgaben vor mir konzentrieren kann. Jeden Morgen nehme ich mir ein paar Minuten Zeit, um die Wohnung und meinen Arbeitsplatz kurz aufzuräumen, damit nur noch mein Kalender, ein paar Stifte, mein PC und etwas Grünes den Schreibtisch schmücken. Manchmal setze ich mich auch ganz bequem auf die Couch und arbeite mit meinem Laptop auf dem Schoß und dem Hund daneben– so wie jetzt.

Um wirklich in einen Workflow zu kommen, ist es für mich unabdingbar, das Smartphone zur Seite zu legen. Das kostet mich oft viel Überwindung, da die FOMO (Fear of missing out) mein ständiger Begleiter ist und ich mich auch schuldig fühle, nicht immer erreichbar zu sein. Wenn ich aber nur damit beschäftigt bin, auf Benachrichtigungen zu warten, Social-Media-Apps zu aktualisieren oder mein Leben auf Instagram zu teilen, habe ich am Ende des Tages nicht wirklich etwas Neues erschaffen und meiner Kreativität nicht die Möglichkeit zur Entfaltung gegeben. Deswegen verstecke ich mein Handy im Flugmodus in einem anderen Raum in einer Schublade und hoffe, es zwei Stunden später wiederzufinden.

Bis jetzt ist es immer wieder aufgetaucht.

Mirella

Mirella (Foto: privat)

Seit 2012 ist die gebürtige Nürnbergerin Mirella Precek, Jahrgang 1993, auf Youtube aktiv. Angefangen hat sie mit Videos rund um Beauty-Tipps, bevor sie aus persönlicher Neigung zu Unterhaltung und Comedy umschwenkte. In ihren Beiträgen behandelt Mirella Themen wie Achtsamkeit, ein bewusstes Leben und Body Positivity und erreicht damit ca. 530.000 Follower. 2017 wurde die Wahlkölnerin für den Webvideopreis in der Kategorie „Lifestyle“ nominiert und erhielt den Playaward in der Sparte „Comedy“. Sie engagiert sich für das Projekt „Jugend gegen Aids“, die Kampagne #PussyisPower und unterstützt die Kindernothilfe in Südamerika. Ihr Buch „Kann man mal machen“ (Community Editions) landete auf Anhieb auf Platz 4 der Taschenbuch-Bestsellerliste von SPIEGEL ONLINE.

 

Mirellas Schreibtisch – im buchreport.magazin 06/2019

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