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„Wie erreichen wir unsere Zielgruppe mit unserer Markenbotschaft?“ Diese Frage treibt die Verlagskooperation utb ständig um. Ihre Zielgruppe sind Studierende aus diversen Fachbereichen von den Agrarwissenschaften über Philosophie bis hin zu den Wirtschaftswissenschaften. „Keine kleine und auch keine leicht zu erreichende Zielgruppe“, weiß Marketingleiterin Susanne Ziegler.

Zum bevorstehenden Semesteranfang hat utb jetzt eine Endkundenmarketing-Initiative gestartet, die die Aufmerksamkeit für die hauseigenen Lehrbücher steigern soll. Kernstück ist das kostenlose E-Book „Roter Faden“, das Informationen und Tipps rund ums Studieren und den Universitätsalltag versammelt. Mit dem Gutscheincode auf einer Postkarte, die vielen Erstsemester-Begrüßungstüten beiliegt und von Buchhandlungen verteilt wird, kann der Titel auf der utb-Homepage heruntergeladen werden.  

Im Interview erklären Ziegler und utb-Geschäftsführer Jörg Platiel, wie es um den Lehrbuchmarkt steht und wie Studierende Verlagsmarken wahrnehmen.

 

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Bekannt wurde Delia Owens in den 1990er-Jahren mit eingehenden Büchern über die bedrohte Natur- und Tierwelt in der Kalahari, die sie zusammen mit ihrem Ex-Mann Mark Owens verfasst hatte. Jetzt hat die Amerikanerin ein neues Buch geschrieben und dabei das Genre gewechselt. Doch auch als Romanautorin kommt sie beim Lesepublikum gut an. Ihr Debütroman „Where the Crawdads Sing“ ist auf Platz 10 ins Bestseller-Ranking eingestiegen.

Die Kritiker mögen den Roman über ein junges Mädchen, das im Marschland an der Küste von North Carolina weit weg von der Zivilisation ein einsames Leben führt. Niemand kennt sie, für die meisten Menschen ist Kya Clark ein Phantom. Doch dann wird ein Mann in der Marsch tot aufgefunden. Schon vor der Veröffentlichung waren die Medien auf den Roman aufmerksam geworden, nachdem Schauspielerin Reese Witherspoon ihn als September-Auswahltitel für ihren Buchclub angekündigt hatte.

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Jorge Molists neuester historischer Roman „Canción de sangre y oro“ („Das Lied von Blut und Gold“) steigt auf Platz 10 in die spanische Bestsellerliste ein. Erst kürzlich wurde der Titel mit dem Fernando-Lara-Preis 2018 ausgezeichnet. Dieser wird für einen unveröffentlichten, spanischen Roman vergeben und ist mit 120.200 Euro dotiert. Das Buch erschien im Juni 2018 bei Planeta.

Zum Inhalt: Im Alter von nur 13 Jahren muss Konstanze ihre Familie, ihr Land und alles, was sie liebt, hinter sich lassen, um einen fremden, älteren Mann zu heiraten. Denn ihr Vater, der König von Sizilien, ist in Gefahr und braucht diese Allianz. Als er kurze Zeit später ermordet wird, verspricht Konstanzes Ehemann, König Peter III. von Aragón, ihren Vater rächen und den sizilianischen Thron zurückzuerobern. Doch dadurch macht sich Peter III. die drei größten Mächte des 13. Jahrhunderts, Frankreich, den Papst und Karl I. von Anjou, zum Feind.

Molist, 1951 geboren, war ursprünglich Ingenieur und gilt als spätberufener Autor. Er debütierte 2000 mit dem Titel „Los muros de Jericó“ („Die Mauern von Jericho“). 2007 bekam er für seinen Roman „El anillo“ („Der Ring“) die Auszeichnung Alfonso X. Der Titel wurde in 20 Sprachen übersetzt und in 25 Länder verkauft.

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Mit 85 Jahren sind die meisten Menschen längst im Ruhestand. Nicht so Wilbur Smith. Der englische Autor mit einem Faible für in Südafrika angesiedelte Bücher liefert immer noch erfolgreiche Romane, aber jetzt mit Unterstützung eines Ko-Autors. Den Lesern ist es egal, ob Smith nur noch die Ideen liefert, die David Churchill dann umsetzt: Das neueste Gemeinschaftsprodukt „Courtney‘s War“ stürmte aus dem Stand an die Spitze der Bestsellerliste.

Erschienen ist der Roman bei der Bonnier-Tochter Zaffre, die Smith und Churchill im Sommer letzten Jahres für eine achtstellige Summe von HarperCollins geködert hat. Der spektakuläre Deal, über den seinerzeit sogar das britische Fernsehen berichtete, umfasst neben 8 Romanen auch 34 Backlisttitel, die bei Pan Macmillan erschienen sind. Der Holtzbrinck-Verlag hatte Wilbur Smith über Jahrzehnte veröffentlicht, ehe der 2012 für angeblich 15 Mio Pfund zu HarperCollins gewechselt war.

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Jussi Adler-Olsen ist auf diversen Buchmärkten mit seinen Romanen erfolgreich – so auch in Frankreich. In den vergangenen Jahren erreichte die Thriller-Serie des dänischen Spannungsautors um Carl Mørck und dessen Kopenhagener Sonderdezernat dort hohe Bestsellerplatzierungen. Jetzt legt der Verlag Albin Michel nach: Adler-Olsens international erst später vermarkteter Erstling „Lʼunité Alphabet“ rangiert aktuell auf Platz 3.

Hierzulande erschien der Titel als „Das Alphabethaus“ bereits 2012 und erreichte die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste. Zuletzt veröffentlichte dtv mit „Selfies“ 2017 den siebten Fall fürs Sonderdezernat Q, der ebenfalls die Bestsellerliste anführte. Aktuell liefert der Verlag den Fans des Dänen zwei Novitäten: Zeitgleich erscheinen am 21. September der Kurzkrimi „Miese kleine Morde“, in dem Adler-Olsen auf 128 Seiten die Geschichte eines sitzengelassenen Auftragsmörders erzählt, und die von Jonas Langvad Nilsson verfasste Biografie „Jussi“.

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„Sehr geehrte/r Herr/Frau Abgeordnete/r,

ich wende mich heute als Bibliotheksnutzer/in an Sie. E-Medien werden in der digitalen Welt immer wichtiger und sollten auch in meiner Bibliothek vor Ort ausreichend verfügbar sein. Dort möchte ich die neuesten E-Books genauso wie die neuesten gedruckten Bücher ausleihen können, um mich aktuell informieren und mir meine Meinung bilden zu können…“

So beginnt der Musterbrief, den der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) auf seiner Homepage vorhält, mit der besorgte Bibliotheksnutzer bei Bundestagsabgeordneten eine Anpassung des Urheberrechts fordern, damit (so der weitere Briefmustertext):

  • „die Bibliotheken weiterhin auftragsbezogen und zielgruppenorientiert über ihr Medienangebot selbst entscheiden können und nicht die Verlage
  • Bibliotheken faire E-Book-Preise und -Konditionen erhalten und das E-Book-Angebot in meiner Bibliothek nicht durch hohe Kosten oder große zeitliche Verzögerungen eingeschränkt wird
  • Autoren eine faire Entschädigung (Bibliothekstantieme) auch für die Ausleihe von E-Books in Bibliotheken erhalten.“

Der Börsenverein sieht eine politische Briefwelle, Abgeordnete erhielten „derzeit massenweise Post von besorgten Bibliotheksnutzern“, die bessere Konditionen für die Onleihe fordert. Er rät den Verlagen, ebenfalls den Abgeordneten ihre Sorgen und Argumente vorzutragen.

Dies ist ein Thema des buchreport.express 38/2018, demzufolge staatlich finanzierte Einrichtungen Druck auf die digitalen Geschäftsmodelle der Verlage ausüben. Hier geht es

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Der Rowohlt Verlag stellt die Verwertungsstufen auf die Probe und startet im Herbst ein bislang wohl einmaliges Experiment: Der Wunderlich-Spitzentitel „Stern des Nordens“, ein in Nordkorea spielender Spionagethriller des Briten D. B. John, kommt am 25. September zeitgleich als Hardcover und als Paperback-Version in den Handel.

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Das ist neu: Die Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfels und Christian Russ haben in ihrem „Arbeitsbericht 2018“ nach langen Jahren erstmals darauf verzichtet, Buchhändler, Zwischenbuchhändler und Verleger mit erhobenem Zeigefinger zu ermahnen, alles zu unterlassen, was zu einer Erosion der Buchpreisbindung von innen führen könnte. Der naheliegende Grund: Es geht jetzt darum, Angriffe von außen abzuwehren.

Dieser Beitrag stammt aus dem buchreport.express 37/2018, hier geht es zum E-Paper.

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Neue Impulse aus dem Nebenmarkt: Dienstleister B.O.B Best of Books greift die Multichannel-Idee im Lebensmittelladen auf:

  • B.O.B will neben der überschaubaren stationären Auswahl das Komplettangebot an Titeln via Internet erschließen.
  • Das soll auch ohne Vor-Ort-Service mit niedrigschwelliger Technik via WhatsApp funktionieren.
  • Auch beim klassischen Besorgungsgeschäft von Schulbüchen will B.O.B mitmischen.

Die ist die Titelgeschichte des buchreport.express 37/2018. Hier geht es zum E-Paper der gesamten Ausgabe.

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Krise, welche Krise? Mit der Frage nach den weniger werdenden Buchkäufern insgesamt und der Kochbuch-Talfahrt im Besonderen kann Jürgen Brandt (53) wenig anfangen. Er zuckt nur mit den Schultern: „Ich kenne es gar nicht anders.“ Brandt ist seit Ende 2014 Geschäftsführer des ZS Verlags und damit just zu einem Zeitpunkt gestartet, als es erstmals in der Küche deutlich kühler wurde. Die goldenen Zeiten, in denen der Vegan- oder Smoothie-Hype die Kassen füllte, kennt er nur vom Hören­sagen. Brandt kommt zudem aus der Zeitschriftenbranche, einem Markt, der seit Jahren schrumpft. „Ich kenne die Medienwelt fast nur als Umbruchzeit und finde das spannend. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass der für alle letztlich überraschende Kochbuch-Boom wirklich so toll war. Mehr gefeiert, ja, aber es war wohl auch langweiliger.“ Und: Der Boom habe ja eher geschadet…

Dieser Beitrag stammt aus dem buchreport.spezial Essen & Genießen 2018. Zur kompletten Ausgabe: Hier geht es zum E-Paper, hier kann die gedruckte Ausgabe bestellt werden.