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Wenn Indies kuscheln

Selfpublishing ist seit Jahren einer der Megatrends der Branche. Doch während der Siegeszug der Soloverleger lange Zeit als disruptiv eingeschätzt wurde, zeigen die Initiativen von De Gruyter sowie eBuch/BoD, dass es gute Ideen zur Einbindung von Selfpublishing in etablierte Branchenstrukturen gibt. Auch der Buchhandel kann davon profitieren.

Es sind derzeit gleich mehrere Faktoren, die eine Allianz der Indies begünstigen: Neben den sinkenden Preisen für Print-on-Demand-Produktionen und der wachsenden Professionalisierung der Selfpublisher zeichnet sich auch ab, dass immer mehr Buchhändler abseits der Verlagsprogramme nach interessanten Büchern suchen – die Buchhändler der eBuch-Genossenschaft insbesondere, um mit Selfpublishern aus der Region die lokale Karte zu spielen. Und doch bleiben bei aller Indie-trifft-Indie-Romantik noch ein paar Liebestöter. Einerseits sind die Einkaufsstrukturen des Handels (volle Remission, Rabatte bis 50%), wie Tredition-Chef Sönke Schulz kürzlich erklärte, mit den Selfpublishing-Strukturen (On-Demand-Produktion) nicht kompatibel. Noch gewichtiger sind aber die fehlenden Filtermechanismen: Selfpublisher finden im Feuilleton nicht statt, die Sterne-Bewertungen der Shops reichen Sortimentern nicht, um eine Auswahl zu treffen.

Beide Partner sollten sich nicht zu viel Zeit lassen, um die Hindernisse ihrer Romanze aus dem Weg zu räumen. Das Beispiel der USA zeigt, wie schnell sich der Selfpublishing-Markt ins Digitale verlagert hat. Beim E-Book-Geschäft der Selfpublisher bleiben Sortimenter außen vor.

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