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Magnus Brechtken empfiehlt Thomas Manns Tagebücher

(Foto: Axel Herzig)

Magnus Brechtken, seit 2012 stellvertretender Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, ist für seine Biografie „Albert Speer“ mit dem NDR Kultur-Sachbuchpreis 2017 ausgezeichnet worden. Er berichtet über seine aktuelle Lektüre:

Welches Buch lesen Sie gerade?

Ich habe gerade die Tagebücher von Thomas Mann gelesen, dazu auch zentrale Teile seines Briefwechsels sowie seine Radiosendungen an die „deutschen Hörer“, die auch als Aufnahmen höchst eindrucksvoll sind.

Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Als Wissenschaftler lese ich laufend Fachbücher, die sich meist akademisch mit historischen Fragen beschäftigen. Das ist zentral und wichtig, aber jeder Historiker ist auf der Suche nach begleitenden literarischen Werken, nach sprachkräftigen Lebensquellen.

Was gefällt Ihnen an Manns Tagebüchern, Briefen und Radiosendungen?

Sie liefern faszinierende Eindrücke der politischen und gesellschaftlichen Atmosphäre der 1920er- bis 1950er-Jahre, europäisch wie transatlantisch. Bei aller Egozentrik atmen sie Humanität und moralische Integrität. Zudem ist die Sprache, wenngleich ohne erklärten literarischen Anspruch, stets inspiriert, präzise und anschaulich.

Thomas Mann, „Tagebücher 1918–1955“, 10 Bde. (einzeln zu beziehen), S. Fischer

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