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Weltbild will wieder zulegen

Nach der Weltbild-Insolvenz ist das Filialnetz des Buch- und Medienhändlers ab 2014 dramatisch zusammengestrichen worden. Jetzt meldet Weltbild-CEO Christian Sailer, dass die Trendwende gelungen sei.

„Die aktuelle Umsatzentwicklung in Deutschland liegt über unseren Erwartungen – und das in Kombination mit verbesserten Margen”, sagt Sailer. Demnach wurde bereits das Geschäftsjahr 2016/17 sowohl in Deutschland als auch in der gesamten Gruppe im Plus abgeschlossen. Weltbild ist mit den Marken Weltbild, Jokers, bücher.de, Kidoh, Booklooker, Avus und Tolino in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv.

„2018 war bewusst noch ein Jahr der Konsolidierung. Durch Kostenmanagement, Margenverbesserung und organisatorische Maßnahmen haben wir erhebliche positive Ergebniswirkung im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Vor allem wirken jedoch als Treiber das gute Wachstum der NonMedia-Sortimente über neue Produktkategorien und die Erhöhung des Anteils unserer Eigenproduktionen unter der gut sichtbaren Positionierung ,Das gibt es nur bei Weltbild’ zusammen mit der Neukundengewinnung über unseren starken Onlinekanal sehr positiv“, so Sailer auf Nachfrage von buchreport. Durch dieses Maßnahmenbündel sei es gelungen, „die Trendwende und einen positiven Jahresüberschuss herbeizuführen“. Sailer weiter: „Für das kommende Jahr haben wir ein Umsatzwachstum um 5% geplant“.

Die gute Entwicklung bei Weltbild wird vor allem auf die Eigenmarken-Produkte zurückgeführt, insbesondere die Non-Media-Angebote, die 2019 ausgebaut werden sollen. Zu den Wachstumstreibern gehören laut Weltbild auch die exklusiven Buchausgaben.

Positiv hervorgehoben wird auch die Billigbuchkette Jokers, die im laufenden Jahr der weltbildinterne Wachstumssieger sei. Detailzahlen werden nicht mitgeteilt. Aber: Sowohl das Stationärgeschäft als auch der Versandhandel lägen mit zweistelligen Wachstumsraten „deutlich über dem Vorjahr”.

Auch die Erlöse sollen steigen

Für 2019 wird auch eine Erlössteigerung von 5% anvisiert. Geplant sind zudem Investitionen in den Bereichen Sortimente (u.a. „fit & gesund“, digitale Angebote) und Marketing. Auch ein nicht näher definiertes „digitales Medienangebot” soll zum Jahreswechsel an den Start gehen.

Nach eigener Aussage ist die Weltbild-Gruppe die Nr. 2 im deutschen Onlinebuchhandel und erwirtschaftet rund drei Viertel des Umsatzes über den Onlinehandel. Das Unternehmen  forciere daher auch die Digitalisierung, das Online-Neukundenmarketing und den Ausbau des Social Media-Vertriebs.

Die stationäre Präsenz wurde indes zurückgebaut. Vor der Insolvenz zählte das Filialnetz über 300 Standorte, aktuell gibt es nach Angaben von Weltbild 128 Filialen, davon 88 in Deutschland. Auf dem nationalen Markt gehen aktuell gut die Hälfte der 28 vollzogenen oder absehbaren Filialschließungen auf das Konto von Weltbild/Jokers, zeigt der buchreport-Filialatlas 2019 (PLUS-Beitrag).

Sailer: „Wir bespielen aktuell weniger Läden, aber die machen uns Freude: Flächenbereinigt sehen wir in den Filialen in Deutschland im November eine sehr gute Entwicklung mit 9% über Vorjahr, Grund sind der Sortimentsmix und eine sehr gute Warenausstattung.“

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