PLUS

Ringen um Open Access: Deal oder No Deal?

Das EU-Ziel lautet, 2020 Open Access als Standard zu etablieren. In Deutschland wird dies seit 2016 im Rahmen des „Projekt Deal“ verhandelt. Die Wissenschaftsverlage tun sich mit dem geforderten komplexen Systemwechsel schwer. Der soll die nationale Verpflichtung zu Open Access für die Veröffentlichungen deutscher Wissenschaftler mit einem freien Zugang zu weltweiten Verlagsinhalten verknüpfen.

„Deal“-Verhandler Horst Hippler („Das ist gar nicht so kompliziert“) gibt sich trotz erheblichen Verzugs optimistisch, bald Abschlüsse vorweisen zu können. Die Verlage halten dagegen die „Deal“-Konstruktion für asymmetrisch und kaum kalkulierbar.

Dies ist ein Beitrag aus dem buchreport.magazin Oktober. Er enthält eine ausführliche Analyse zum Stand der Open-Access- und Deal-Ansätze, ein Interview mit dem „Deal“-Verhandler und früheren HRK-Präsidenten Horst Hippler sowie eine Gegenüberstellung von „Deal“-Forderung und Verlagsangebot aus Sicht des weltgrößten Wissenschaftsverlags Elsevier.


Revolution oder Evolution? In der Wissenschaft wird um den Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen gerungen und über dessen Preis. Im Mittelpunkt steht der freie Zugang via Open Access, seit den 1990er Jahren intensiv diskutiert und in den vergangenen Jahren vor allem in Europa als wissenschaftspolitisches Ziel mit Fördergeldern vorangetrieben. Zuletzt mit Blick auf den Kalender mit mehr Verve angesichts der vor Jahren formulierten EU-Vorgabe, den freien Zugang zu öffentlich geförderten wissenschaftlichen Publikationen ab 2020 zu gewährleisten.
Hinter dem Open-Access-Ansatz steckt auch eine seit Jahren vielfach formulierte Systemkritik an der traditionellen und immer noch überwiegenden akademischen Veröffentlichungspraxis. Zugespitzt:

  • Die harte Arbeit, das Verfassen von Forschungsergebnissen, die gegenseitige Überprüfung und die Auswahl der zu veröffent­lichenden Teile wird von Wissenschaftlern in öffentlich finanzierten Hochschulen und Forschungsinstituten geleistet.
  • Das große Geld verdienen damit die privatwirtschaftlichen Verlage, die die evaluierten Aufsätze in ihren Journals vermarkten, die wiederum von den (öffentlich finanzierten) Institutionen abonniert werden.

Die Kritik wird damit unterfüttert, dass die großen Wissenschaftsverlage immer wieder an der Preisschraube drehen und zugleich in ihren Bilanzen stolze Umsatzrenditen in der Größenordnung von 30 bis 40% aufweisen.
 

Paradigmenwechsel der Finanzierung

Die mit der Digitalisierung erfolgte Entkoppelung vom limitierenden Papierformat und der körperlichen Distribution hat zusätzlich dafür gesorgt, dass die gewachsenen Veröffentlichungsstrukturen in Frage ges…
Danke, dass Sie diesen Auszug aus dem kostenpflichtigen Beitrag gelesen haben. Sie können den vollständigen Beitrag lesen, nachdem Sie ihn gekauft haben.

Jetzt freischalten, später zahlen

Diesen Beitrag
Ringen um Open Access: Deal oder No Deal?

(2288 Wörter)

4,50
EUR
Sie nutzen die Inhalte sofort. Erst wenn Sie Inhalte im Wert von 5 Euro angesammelt haben, bezahlen Sie.
Mehr dazu hier.
Powered by

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Ringen um Open Access: Deal oder No Deal?"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Webinar-Mediathek

Webinar verpasst?

Falls Sie ein Webinar verpasst haben, können Sie nachträglich das Video zum Webinar bestellen und sich die Inhalte bequem am Computer anschauen. In unserer Mediathek finden Sie alle verfügbaren Webinar-Videos.

Themen-Kanäle

SPIEGEL-Bestseller

Hardcover Belletristik
1
Hjorth, Michael; Rosenfeldt, Hans
Wunderlich
2
Link, Charlotte
Blanvalet
3
George, Elizabeth
Goldmann
4
Korn, Carmen
Kindler
5
Mahlke, Inger-Maria
Rowohlt
15.10.2018
Komplette Bestsellerliste Weitere Bestsellerlisten

Veranstaltungen

  1. 23. Oktober - 24. Oktober

    Neocom 2018

  2. 24. Oktober - 26. Oktober

    Medientage München 2018

  3. 1. November - 30. November

    Buchmesse Istanbul

  4. 5. November - 6. November

    VDZ: Publishers‘ Summit 2018

  5. 6. November

    Kindermedienkongress