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Elsevier will nicht länger Buhmann sein

Beim Umbau der Wissenschaftskommunikation steht Elsevier im Fokus. Die Rolle des Verhinderers weist der weltgrößte Wissenschaftsverlag aber zurück. Er verweist auf internationale Komplexität und reklamiert eine Übergangslösung.

Elsevier steht für Superlative: Weltgrößter Wissenschafts- und Medizinfachverlag sowie meistkritisiertes Unternehmen der Branche, einschließlich Boykottaufrufen, nicht mehr als Herausgeber oder Gutachter an den knapp 3000 Elsevier-Journals mitzuwirken.

Dahinter steckt die Systemkritik an der akademischen Publikationspraxis, derzufolge sich Verlage, namentlich der Marktführer, mit der Verwertung wissenschaftlicher Ergebnisse eine goldene Nase verdienen. Elsevier steht zudem im Ruf, sein traditionelles Abo-Geschäftsmodell besonders hartnäckig zu verteidigen und sich dem von Wissenschaft und Politik mit Spar-Erwartung geforderten Paradigmenwechsel zu Open Access eher defensiv zu nähern. Als „gierig, rücksichtslos, allmächtig“ hat Wissenschaftsjournalist Martin Spiewak das Image des Verlags zugespitzt: „In der Welt der Wissenschaft hat das Böse einen Namen: Elsevier.“

Die Rolle des Bösen ist Elsevier auch in den „Deal“-Verhandlungen zugeteilt. Die deutschen Wissenschaftsorganisationen wollen mit den Verlagen eine Nationallizenz für Journals abschließen, zugleich Open Access als Standard durchsetzen und mit der Paketlösung den Preis drücken. Als größte und härteste Nuss hat sich das „Deal“-Konsortium 2016 als Erstes Elsevier vorgenommen, bisher ohne Durchbruch…

Das ist ein Beitrag aus dem buchreport.magazin Oktober mit einem 15-Frage-Interview mit Philippe Terheggen, Managing Director Journals, und Hannfried von Hindenburg, Senior Vice President Global Communications bei Elsevier.

Beim Umbau der Wissenschaftskommunikation steht Elsevier im Fokus. Die Rolle des Verhinderers weist der weltgrößte Wissenschaftsverlag aber zurück. Er verweist auf internationale Komplexität und reklamiert eine Übergangslösung.

Elsevier-Manager im buchreport-Interview: Philippe Terheggen (l.) ist Managing Director Journals, Hannfried von Hindenburg ist Senior Vice President Global Communications. (Foto: buchreport)


Elsevier steht für Superlative: Weltgrößter Wissenschafts- und Medizinfachverlag sowie meistkritisiertes Unternehmen der Branche, einschließlich Boykottaufrufen, nicht mehr als Herausgeber oder Gutachter an den knapp 3000 Elsevier-Journals mitzuwirken.
Dahinter steckt die Systemkritik an der akademischen Publikationspraxis, derzufolge sich Verlage, namentlich der Marktführer, mit der Verwertung wissenschaftlicher Ergebnisse eine goldene Nase verdienen. Elsevier steht zudem im Ruf, sein traditionelles Abo-Geschäftsmodell besonders hartnäckig zu verteidigen und sich dem von Wissenschaft und Politik mit Spar-Erwartung geforderten Paradigmenwechsel zu Open Access eher defensiv zu nähern. Als „gierig, rücksichtslos, allmächtig“ hat Wissenschaftsjournalist Martin Spiewak das Image des Verlags zugespitzt: „In der Welt der Wissenschaft hat das Böse einen Namen: Elsevier.“
Die Rolle des Bösen ist Elsevier auch in den „Deal“-Verhandlungen zugeteilt. Die deutschen Wissenschaftsorganisationen wollen mit den Verlagen eine Nationallizenz für Journals abschließen, zugleich Open Access als Standard durchsetzen und mit der Paketlösung den Preis drücken. Als größte und härteste Nuss hat sich das „Deal“-Konsortium 2016 als Erste…
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Kommentare

1 Kommentar zu "Elsevier will nicht länger Buhmann sein"

  1. 30% Ebitda kommen nicht von irgendwo. Es geht da um enormen Profit, und ganz hinten im Kleingedruckten wohl auch noch um Wissenschaft.

    Einstweilen sorgen die russischen Piraten dafür, dass Elsevier mit dem Rücken zur Wand steht. Open Access (klingt so nett) ist die letzte Rettung. Die haben allen Grund zur Panik. Sollte man bei den Deal-Verhandlungen berücksichtigen. Warten und kommen lassen!

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