Bastei Lübbe klagt gegen Ex-Vorstand und -Aufsichtsrat

Wieder auf Erfolg trimmen: Carel Halff hat Bastei Lübbe ein strenges Programm zur Steigerung der Effizienz auferlegt. Dazu gehört auch die Bereinigung des Beteiligungsportfolios, das von der früheren Führungsmannschaft Schlag auf Schlag ausgebaut wurde. (Foto: Caroline Seidel)

Der börsennotierte Verlag Bastei Lübbe ist ein Sanierungsfall, den Vorstandschef Carel Halff, seit November 2017 im Amt, mit Abschreibungen, Personalabbau und dem Verkauf von Unternehmensteilen wieder in die Spur bringen will. Jetzt kommt es offenbar auch zu einer juristischen Abrechnung mit der ehemaligen Führung des schlingernden Unternehmens.

„Wir haben die bereits im Geschäftsjahr 2016/17 in Auftrag gegebene besondere Prüfung abgeschlossen und mit den Rechtsberatern des Unternehmens einer rechtlichen Würdigung unterzogen. In der Folge haben sich die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft entschlossen, gegen ehemalige Organe Klage einzureichen“, teilt Robert Stein, seit Dezember 2016 Vorsitzender des Aufsichtsrats, in seinem Bericht an die Aktionäre zur aktuellen Bilanz für das Geschäftsjahr 2017/18 mit. Und weiter: „Das Gesamtvolumen der Klagen beläuft sich auf 1,3 Mio Euro. Weitergehende Maßnahmen behält sich der Vorstand vor.“

Ersatzansprüche sollen gegenüber Mitgliedern des ehemaligen Aufsichtsrats und Vorstands geltend gemacht werden. Zu den konkreten Vorwürfen und Personen wollte sich das Unternehmen auf Nachfrage von buchreport zunächst nicht äußern. Dem vom neuen Aufsichtsrat an die Luft gesetzten Ex-CEO Thomas Schierack wurden aber bereits auf der Hauptversammlung im November 2017 „nicht nachvollziehbare teure Zukäufe“ und weitere Managementfehler vorgeworfen.

Für den heutigen Donnerstag hat Bastei Lübbe zu einer Bilanzpressekonferenz nach Köln eingeladen. Dort werden auch nochmals die bereits veröffentlichten Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2017/18 (31.3.) thematisiert, in dem das Management angefangen hat, verlustreich aufzuräumen. Vor allem Sondereffekte hängen wie Blei an den Beinen, unterm Strich stehen –18 Mio Euro (s. Infokasten). 

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