Monatspass

»Watergate«-Enthüller knöpft sich Trump vor

Bob Woodward (Exchanges Photos, CC0 1.0)

Donald Trump steht der nächste Angriff in Buchform bevor. Der US-Journalist und vielfache Bestsellerautor Bob Woodward, der einst zusammen mit Carl Bernstein als Reporter der „Washington Post” die Hintergründe der „Watergate”-Affäre aufdeckte, nimmt sich den amtierenden US-Präsidenten vor.

Woodwards Hausverlag Simon & Schuster will „Fear. Trump in the White House“ am 11. September (!) in den USA veröffentlichen. Der Inhalt des Buchs könnte so auch den Wahlkampf und die Midterm-Wahlen im November beeinflussen.

Woodwards Buch sei „das schärfste und eindringlichste Porträt eines amtierenden Präsidenten, das jemals in den ersten Jahren einer Regierung veröffentlicht wurde”, rührt Verleger Jonathan Karp vorab die Werbetrommel. Die Insider-Geschichte über das Leben im Weißen Haus und die Entscheidungsfindung des Präsidenten bei wichtigen Fragen der Außen- und Innenpolitik beruht laut Verlag auf hunderten Stunden Interviews mit Quellen aus erster Hand, Sitzungsnotizen, Akten, Dokumenten und persönlichen Tagebüchern.

Simon & Schuster hat sich die weltweiten Rechte an „Fear” in allen Formaten gesichert. Der Verlag wird das Buch auch in Australien, Kanada, Indien und Großbritannien sowie im Hörbuch bei Simon & Schuster Audio veröffentlichen. Den Zuschlag für die deutsche Ausgabe hat – wie auch schon bei Michael Wolffs Tump-Enthüllungsbuch „Fire and Fury“ (Henry Holt) – der Rowohlt Verlag bekommen. „Fear“ erscheint als „Furcht. Trump im Weißen Haus” am 16. Oktober auf Deutsch.

Trump sorgt auf dem deutschen Buchmarkt für Lichtblicke

Bei Rowohlt hofft man jetzt sicher auf einen ähnlichen Erfolg wie mit „Fire and Fury“: Das Politbuch wurde weltweit zum Bestseller und hat auch in deutscher Übersetzung für ordentlich Buchverkäufe gesorgt. Wolffs Einblick in die Abläufe im Weißen Haus im Zeichen der Trump-Regentschaft war in Deutschland das mit Abstand meistverkaufte Sachbuch des 1. Halbjahres und sorgte vor allem im 1. Quartal für einen Umsatzaufschwung. Während Rowohlt Anfang des Jahres mit Hochdruck die deutsche Übersetzung vorbereite, schafften es auch die schon erschienenen englischsprachigen Ausgaben auf die SPIEGEL-Sachbuch-Bestsellerliste. Später erklomm dann die deutsche Ausgabe die Spitze des Rankings. Mehr zur Entwicklung der Sachbuch-Warengruppe im 1. Halbjahr hier (PLUS-Artikel).

Bob Woodward ist Mitherausgeber bei der „Washington Post“, wo er seit 47 Jahren arbeitet. „Fear” ist sein 19. Buch bei Simon & Schuster, das erste erschien 1974. 12 der Bücher waren in den USA Nr.1-Bestseller.

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