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Pearson: PRH steuert weniger bei

Der britische Bildungskonzern Pearson hat das 1. Halbjahr 2018 mit einem Umsatzminus von 9% auf 1,86 Mrd Pfund abgeschlossen. Angesichts der stärkeren Umsatzgewichtung in der zweiten Jahreshälfte rechnet CEO John Fallon für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Plus vor dem Komma.

Der operative Gewinn wurde vor allem dank des durchgezogenen Sparprogramms von 16 auf 233 Mio Pfund verbessert. Nachdem Pearson im Oktober weitere 22% von Penguin Random House (PRH) an Bertelsmann verkauft hat und nur noch 25% PRH-Anteile hält, hat diese Quelle nur noch 22 Mio Pfund (2017: 46 Mio) zum operativen Gewinn beigesteuert.

Diese überproportional veringerte Ausschüttung lässt darauf schließen, dass die PRH-Geschäfte im 1. Halbjahr 2018 etwas schlechter gelaufen sind als im Vorjahr. Einen kleinen Einblick in die Halbjahresentwicklung des weltgrößten Publikumsverlags PRH (die Bertelsmann-Zahlen folgen erst am 30. August) gibt Minderheitsgesellschafter Pearson auch verbalisiert:

  • PRH hat demnach das 1. Halbjahr zwar „im Rahmen der Erwartungen“ beendet, der Umsatz sei wegen sinkender Nachfrage nach gedruckter Belletristik und E-Books gleichwohl rückläufig.
  • Wie im gesamten US-Publikumsmarkt entwickele sich aber das Hörbuchgeschäft weiter erfreulich. Bereits für 2017 hatte PRH zweistellige Zuwächse bei digitalen Hörbüchern vermeldet.

Pearson im 1. Halbjahr 2018

  • Der Umsatz fiel u.a. durch ein schwaches Geschäft in Südafrika und Verkäufe von Firmenteilen wie die Sprachschule Wall Street English um 9% auf 1,86 Mrd Pfund.
  • Der operative Gewinn legte aber kräftig von 16 auf 233 Mio Pfund zu.
  • Größter Umsatzträger blieb das US-Geschäft, das mit umgerechnet 1,22 Mrd Pfund (+3%) zwei Drittel beigesteuert hat.
  • Das von CEO John Fallon im Frühjahr 2017 ankündigte Sparprogramm, mit dem bis 2019 ca. 300 Mio Pfund freigesetzt werden sollen, wird weiter umgesetzt – im 1. Halbjahr wurden rund 40 Mio Pfund im administrativen Bereich eingespart, eine Summe in gleicher Höhe ist auch für die zweite Jahreshälfte geplant.
  • Weiterhin zum Verkauf steht K12 Courseware Business, das im US-Schulbuchgeschäft mit Kursmate­rialien aktiv ist.

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