»Über soziale Netzwerke Fach- und Führungskräfte für Holtzbrinck begeistern«

Foto: Unsplash.

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Der digitale Wandel in unserer Branche verändert die Anforderungen an bestehende Aufgabengebiete in grundlegender Art und Weise und lässt völlig neue Berufsbilder und Anforderungen entstehen. Nicht nur deshalb nutzt die Holtzbrinck Publishing Group soziale Medien für das Employer Branding. Im HR-Channel von buchreport.de erklären Cathrin Vischer, Senior Vice President HR, und Julia Furtwängler, Consultant HR, warum Kununu, Linkedin und Xing strategisch bedeutend sind und worauf es ankommt, wenn Arbeitgeber diese Plattformen bespielen.

Cathrin Vischer, Holtzbrinck Holding. Foto: Kathrin Knecht.

Cathrin Vischer, Holtzbrinck Publishing Group. Foto: Holtzbrinck Publishing Group.

Ob Data Science, Online Marketing oder E-Publishing: Neue Technologien führen dazu, dass vermehrt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht werden, die nicht nur digitale Kompetenzen, sondern auch ein digitales Mindset mitbringen, damit sie aktiv die Weiterentwicklung unserer bestehenden Produkte und Dienstleistungen gestalten und neue innovative Ideen voranbringen können.

Klar fokussierte Zielgruppen sorgen für Reichweite

Um diese Talente zu gewinnen, richten wir unsere Personalmarketingmaßnahmen bewusst auf diese Zielgruppen aus. Ein wichtiges Instrument dabei ist, potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort anzusprechen, wo sie sich „digital“ aufhalten: Auf Social-Media-Plattformen.

Aus diesem Grund stellt Social Media mittlerweile einen wichtigen Kanal unseres Personalmarketings dar. Hier veröffentlichen wir regelmäßig Unternehmensneuigkeiten und geben Einblicke in die Arbeitswelt unserer Mediengruppe, mit dem Ziel, Talente auf uns als Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Wir nutzen den Netzwerkgedanken von Social Media aber auch für die Personalgewinnung: So erhöht die Präsenz auf diesen Plattformen die Reichweite unserer Stellenanzeigen.

Erfolgsfaktor: effiziente Nutzung definierter Personalressourcen

Aufgrund geringer zeitlicher Kapazitäten besteht die größte Herausforderung darin, die Aktivitäten in den sozialen Medien effizient zu gestalten. Daher kommt der sorgfältigen Analyse der einzelnen Social-Media-Plattformen eine hohe Bedeutung zu. Möglichkeiten sind beispielsweise

  1. Auswertung aktueller Statistiken zu Social-Media-Plattformen
  2. Untersuchung der Zielgruppen-Präsenz und ihrer Aktivitäten auf den unterschiedlichen Kanälen
  3. Analyse der Aktivitäten von Wettbewerbern.

Auf welchen Plattformen erreichen wir unsere Zielgruppen am effektivsten? Eine gründliche Vorarbeit kann verhindern, dass wir nach dem Gießkannenprinzip viele verschiedene Plattformen betreuen müssen, denn dies treibt den zeitlichen Aufwand.

Julia Furtwängler: Foto: privat.

Julia Furtwängler: Foto: Holtzbrinck Publishing Group.

Momentan konzentriert sich unsere Social-Media-Präsenz vor allem auf die Karrierenetzwerke Xing, Kununu und Linkedin. Letzteres besitzt als internationales Netzwerk für uns als global agierende Gruppe besondere Relevanz. Zusätzlich nutzen wir Youtube für die Veröffentlichung von Videobeiträgen.

Unternehmenskultur kommunizieren

Es lohnt sich, Aufwand in ein informatives und immer aktuell gehaltenes Employer-Branding-Profil zu investieren. Dieses bietet neben allgemeinen Informationen für Interessierte auch eine gute Möglichkeit, potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern Einblicke in die Unternehmenskultur der Holtzbrinck Publishing Group zu geben. Mit Hilfe unserer regelmäßigen Veröffentlichungen können sich Interessenten zudem eine Vorstellung über unseren Arbeitsalltag verschaffen.

Darüber hinaus führen wir spezielle Employer-Branding-Kampagnen durch, zum Beispiel indem wir einzelne Teams, ihre tägliche Arbeit und ihre aktuellen Projekte vorstellen.

Bei der Gestaltung der Posts achten wir besonders auf eine hohe Authentizität. Diese erzielen wir durch:

  1. persönliche Ansprache
  2. Erstellung der Texte in Eigenarbeit, nicht durch Agenturen
  3. Fokus auf Themen, die für die Verlagsgruppe wichtig sind und die die Vielseitigkeit der Unternehmensgruppe aufzeigen.

Auch ein Schnappschuss statt gestellter Fotos signalisiert Echtheit. Durch eine einfache Redaktionsplanung in Tabellenform gewährleisten wir, dass eine ausgewogene Mischung relevanter Inhalte veröffentlicht wird, mit deren Hilfe wir unsere Botschaft vermitteln können. Da Aktualität in den sozialen Medien besonders wichtig ist, ist es unser Ziel, außerhalb des Redaktionsplans immer auch kurzfristig auf aktuelle Ereignisse reagieren zu können.

Personalkonzepte für die Zukunft

Mehr zum Thema Personalmanagement und -führung lesen Sie im HR-Channel von buchreport und Channel-Partner Bommersheim Consulting. Hier mehr

Für spezielle Kampagnen, die Einblicke in unsere Arbeitswelt vermitteln, und auch zum Zwecke des Recruitings binden wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Erstellung der Beiträge aktiv ein. Insbesondere Kolleginnen und Kollegen, die auf den Social-Media-Plattformen sehr aktiv sind, unterstützen uns in dieser Hinsicht effektiv.

Regelmäßige Ergebnismessung ist wichtig

Um die Effektivität und Effizienz der Social-Media-Aktivitäten zu kontrollieren und zu steigern, lohnt ein regelmäßiger Blick auf die Zahlen. Mögliche KPIs können je nach Ziel der Social-Media-Aktivität sein:

  1. Visits
  2. Follower
  3. Reichweite
  4. Interaktion
  5. Klicks
  6. Verweildauer.

Monatliche Reports helfen uns dabei, unsere Aktivitäten zu bewerten und anschließend gezielt zu verbessern.

Nur zu senden ist zu wenig – Zuhören gehört dazu!

Um die Möglichkeiten, welche soziale Netzwerke für uns bieten, möglichst umfänglich auszuschöpfen, ist eine regelmäßige Präsenz von Recruitern und Personalern auf den entsprechenden Plattformen essenziell. Die Aktivitäten dürfen sich dabei nicht allein auf die reine Präsentation von Informationen beschränken. Das volle Potential dieser Netzwerke besteht vielmehr in der wechselseitigen Kommunikation und Interaktion.

Insbesondere bei Kununu wird das deutlich. Hier informieren ehemalige und aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewerberinnen und Bewerber über das Unternehmen, indem sie es bewerten. Durch offene Kommunikation hat das Unternehmen hier die Möglichkeit, auf Kritik zu reagieren und ein positives Image von sich zu zeichnen. Gerechtfertigte Kritik versuchen wir dabei immer ernst zu nehmen und als Anstoß für Verbesserungen zu nutzen. Auf negative, ungerechtfertigte Kritik sollte man unseres Erachtens auf jeden Fall reagieren und die Fakten richtig stellen.

Soziale Netzwerke als Chance für Employer Branding

Wir sehen soziale Netzwerke als Chance. Sie ermöglichen es uns, ein authentisches Bild unseres Unternehmens zu vermitteln, mit potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern in Kontakt zu treten und im Ergebnis solche Fach- und Führungskräfte für uns als Arbeitgeber zu begeistern, die sich mit unserer Unternehmenskultur und unseren Werten identifizieren können.

 

Kommentare

1 Kommentar zu "»Über soziale Netzwerke Fach- und Führungskräfte für Holtzbrinck begeistern«"

  1. So sehr ein Employer Branding in Sozialen Netzwerken auch sinnvoll und notwendig ist und bei der Akquise von Nachwuchs- und Führungskräften hilft: Solange engagierte Nachwuchs- und Führungskräfte in der Realität später enttäuscht und frustriert werden; solange gerade in den Verlagen verkrustete hierarchische Strukturen herrschen, die Innovationen verhindern anstatt sie zu fördern (siehe Ergebnisse der Umfrage unter den Jungen Verlagsmenschen) – so lange wird mit dieser Form des Employer Branding reine Augenwischerei betrieben. Man gibt sich einen modernen Anstrich, aber hinter der Fassade steht die gleiche überlebte Unternehmenskultur. Die Verlage – auch die der Holtzbrinck-Gruppe – sollten ihre Innovationskraft weniger ins (Eigen-)Marketing, und statt dessen mehr in das Produkt bzw. in eine sinnvolle und notwendige Unternehmensentwicklung stecken. Auch mit neuer Lackierung und coolen Slogans wird aus einem verrosteten Opel Kadett kein Tesla, ein schlechtes Buch wird durch gutes Marketing nicht besser. Im Gegenteil – die mit großen Versprechen und viel Strategie angeworbenen Fach- und Nachwuchskräfte fühlen sich möglicherweise sogar böse getäuscht.

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