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Die unruhestiftende E-Leihe

Für viele Verlage ist die E-Book-Ausleihe der Bibliotheken ein wirtschaftlich heikles Thema. Nachdem sich 2016 die großen Publikumsverlagsgruppen Random House, Holtzbrinck und Bonnier mit der Divibib, der Digitaltochter des Bibliotheksdienstleisters EKZ, über Konditionen für die sogenannte Onleihe geeinigt haben, rumort es jetzt: Lässt sich mit der E-Leihe die Wertschöpfungskette sinnvoll verlängern oder wird dadurch der Verkaufsmarkt kannibalisiert?

„Wir sind uns mittlerweile nicht mehr sicher, ob die E-Leihe für uns wirklich ein ertragreiches Geschäft ist“, sagt Sarah Mirschinka, Online-Vertriebsleiterin bei Bastei Lübbe und Leiterin der Peergroup Content- und Marktentwicklung in der IG Digital des Börsenvereins. Dort will man diese „heiße Kartoffel“ jetzt verstärkt anpacken, sagte sie bei der Jahrestagung der IG Digital. Der deutsche Bonnier-Chef


Sarah Mirschinka (Foto: Olivier Favre)


Für viele Verlage ist die E-Book-Ausleihe der Bibliotheken ein wirtschaftlich heikles Thema. Nachdem sich 2016 die großen Publikumsverlagsgruppen Random House, Holtzbrinck und Bonnier mit der Divibib, der Digitaltochter des Bibliotheksdienstleisters EKZ, über Konditionen für die sogenannte Onleihe geeinigt haben, rumort es jetzt: Lässt sich mit der E-Leihe die Wertschöpfungskette sinnvoll verlängern oder wird dadurch der Verkaufsmarkt kannibalisiert?
„Wir sind uns mittlerweile nicht mehr sicher, ob die E-Leihe für uns wirklich ein ertragreiches Geschäft ist“, sagt Sarah Mirschinka, Online-Vertriebsleiterin bei Bastei Lübbe und Leiterin der Peergroup Content- und Marktentwicklung in der IG Digital des Börsenvereins. Dort will man diese „heiße Kartoffel“ jetzt verstärkt anpacken, sagte sie bei der Jahrestagung der IG Digital. Der deutsche Bonnier-Chef Christian Schumacher-­Gebler äußerte bereits im Frühjahr „die Sorge, dass das Erlösmodell durch die Onleihe in eine gewisse Schieflage geraten könnte“. Auch Random House-CEO Frank Sambeth klagt über zunehmende „nicht bezahlte Nutzungsformen“, insbesondere die E-Leihe.

Jörg Meyer (Foto: Bastian Lang)


Divibib-Geschäftsführer Jörg Meyer findet dagegen, dass der Bibliotheksmarkt deutlich überschätzt wird. „Wie die Ausleihe physischer Bücher behindert auch der Download eines E-Mediums nicht den Markt“, sagte er jüngst im buchreport-Interview. Eine Studie der Stiftung Les…
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