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Monatspass

VLB: Gold für vier von fünf Titeln

Die positive Entwicklung der Datenqualität im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) setzt sich fort. Immer mehr Titel verfügen über gut gepflegte Metadaten, so dass jetzt 79 Prozent der aktiven Listungen dem Goldstatus entsprechen. Der Zuwachs um 5,6 Prozentpunkte im Vergleich zum September 2017 stammt sowohl aus der Silber- als auch aus der Bronzekategorie. Bei den statusrelevanten Bereichen konnten die teilweise sehr hohen Werte des Vergleichszeitraums noch übertroffen werden – alleinige Ausnahme ist die stagnierende Angabe der Produktsprache. Obwohl verschärfte Regeln für die Bereitstellung von Hauptbeschreibungstexten nur noch Informationen im Textformat zulassen, konnte die zuletzt rückläufige Entwicklung aufgehalten und ins Positive gekehrt werden. Der Anteil bestätigter Lieferbarkeitsangaben liegt bei 90,7 Prozent. Signifikante Steigerungsraten liegen auch für die Pflichtangaben vor, da das automatisierte Qualitätsmanagement von den Verlagen gut angenommen wird – gemeldete Fehler werden größtenteils umgehend behoben. Weiteres Optimierungspotenzial bei der Titelmeldung bietet das Metadatenformat ONIX 3.0, das seit Februar 2017 im VLB zur Verfügung steht. Bereits über 200 Verlage nutzen die neue Version des Standards, um insgesamt 110.000 Titel zu melden.

Aktuelle Zahlen im Überblick. Die Vergleichswerte zu den statusrelevanten Angaben im VLB beziehen sich auf den Datenbestand zu Ende September 2017 bzw. Ende März 2018:

  • Autor / Urheber: von 98,1 auf 98,3 Prozent
  • Cover: von 85,4 auf 90,7 Prozent
  • Produktsprache: von 97,4 auf 97,3 Prozent
  • Umfangsangabe: von 96,7 auf 96,9 Prozent
  • Verschlagwortung: von 83,7 auf 86,1 Prozent
  • Hauptbeschreibung: von 85,0 auf 87,0 Prozent
  • Thema-Klassifikation: von 85,7 auf 86,0 Prozent

„Dank der tatkräftigen Unterstützung unserer Kunden wird das VLB immer besser. Denn die stetige Steigerung der Datenqualität ist nur möglich, weil wir alle an einem Strang ziehen. Der Mehrwert gut gepflegter Metadaten ist inzwischen fest in unserer Branche verankert und gehört für viele Beteiligte zum Arbeitsalltag. Das lässt sich auch daran erkennen, dass unsere automatisierten Fehler-Reports in der Regel zu einer umgehenden Nachbearbeitung durch die jeweiligen Verlage führt – im vergangenen Jahr war das bei 180.000 Titeln der Fall“, erklärt Daniela Geyer, Leiterin Produktbereich VLB. „Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass sich das Thema Metadaten dynamisch entwickelt. Denn neue Anwendungsfälle setzen entsprechende Produktinformationen voraus. Ein Beispiel dafür sind die Personennormdaten, mit denen sich Urheber eindeutig identifizieren lassen: Verlage wollen und müssen ihre Autoren als Marke bzw. als oft gewählten Sucheinstieg mehr in den Mittelpunkt des Metadatenmanagements stellen. Das VLB nimmt die dafür notwendigen Urheber-IDs bereits entgegen und spielt sie sofern vorhanden an Handelsplattformen weiter. Wie sich die bestehenden Standards weiter miteinander vernetzen lassen diskutieren wir bei der MVB gerade mit der Deutschen Nationalbibliothek (DNB).“

Im direkten Austausch mit Branchenvertretern arbeitet das VLB-Team im Rahmen des Fachbeirats VLB / Metadatenbank fortlaufend an Neuerungen für die zentrale Datenbank der Buchbranche. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 26.06.2018, im Frankfurter Haus des Buches statt.

 

 

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