»Wir erleben im Kindermarkt eine Zeitenwende«

Zielgruppen-Experte: Axel Dammler beim 8. Kindermedienkongress in München (Foto: Akademie der Deutschen Medien)

Für Kinder und Jugendliche wird das Lesen auf dem Smartphone oder Tablet immer selbstverständlicher. Streaming-Dienste wie Netflix und Spotify nehmen Einzug in den Familienalltag, es wird online gespielt und via WhatsApp kommuniziert. „Wir erleben im Kindermarkt eine Zeitenwende“, stellte Axel Dammler, geschäftsführender Gesellschafter der Agentur iconkids & youth, auf dem 8. Kindermedienkongress der Akademie der Deutschen Medien heraus.

Dort wurde mehrfach deutlich: Youtube hat eine enorme Strahlkraft entwickelt. Laut der Studie „Trend Tracking Kids 2017“ von iconkids & youth verzeichnet die Videoplattform seit 2010 einen großen Zuwachs in der Nutzung durch Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren. So gaben 2017 rund 40% der befragten Kinder im Alter von 8 und 9 Jahren an, die Plattform mehrmals pro Woche zu besuchen. Bei den 10- und 11-Jährigen sind es 60%.

Axel Dammler hob drei Mega-Trends hervor, mit denen es die Branche aktuell zu tun hat:

  • Klassische Medien verlieren weiter an Boden. Es wird z.B. weniger klassisch ferngesehen, das Interesse an Zeitschriften geht zurück.
  • Digital wird mobil: Die tägliche Nutzung des Computers nimmt ab, wogegen die tägliche Nutzung des Handys zunimmt. Für viele alltägliche Anwendungen wird inzwischen der kleine Bildschirm bevorzugt.
  • On-demand Medien bedrängen bzw. verdrängen lineare Medien.

Wachsendes Angebot – weniger Zeit

Bestätigt wurden diese Befunde zum Medienalltag der Generation Z in einer Talkrunde mit drei Teenagern (13/14 Jahre alt): Digitalangebote sind weiter auf dem Vormarsch.

  • Das Smartphone gehört zum Alltag (neben Notebook und Tablet/E-Reader).
  • Der Austausch in sozialen Medien erfolgt über Instagram, Snapchat oder Twitter.
  • E-Books spielen in ihrer Altersstufe durchaus eine Rolle.

Das bedeutete für die Teenager aber keinesfalls einen Abzug beim gedruckten Buch: Die Mädchen gaben an, gern Bücher – selbst dicke Wälzer – zu lesen, und das Angebot von Bibliotheken zu nutzen. Manchmal fehle es schlicht an Zeit.

Weiterführende Informationen zur Entwicklung der Mediennutzung von Kindern lesen Sie in dem kostenpflichtigen Plus-Artikel „Digitale Eingeborene, aber keine digitalen Einsiedler“

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