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Graue Zellen als Stars in den Buchprogrammen

Bücher übers Gehirn schaffen es regelmäßig ins Bestseller-Ranking. Im Herbst erscheinen zahlreiche neue Titel von Hirnforschern und Neurologen. Die Programmmacher haben eine Erklärung für den Erfolg der Gehirnbücher.

Neuronales Netz: Die wissenschaftliche Forschung über das ‧Gehirn liefert immer wieder neue Impulse für Novitäten im populären Sachbuch. Dabei werden die Erkenntnisse der Neurowissenschaften auch in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen diskutiert, etwa in Linguistik, Psychologie, Soziologie und Philosophie. Einen Bestseller zum Thema hat 2015 der Philosoph Markus Gabriel vorgelegt („Ich ist nicht Gehirn“). (Foto: picture alliance/Shotshop)

Kein anderes Organ des menschlichen Körpers ist derzeit so präsent in den Vorschauen der Buchverlage wie das Gehirn (s. Tabelle). Das liegt sicher an dem breiten Themenspektrum, schließlich beschäftigen sich zahlreiche Disziplinen mit neurowissenschaftlicher Forschung, etwa Biologie, Psychologie, Medizin, Informatik und Mathematik. Hinzu kommt, dass Fragen zur Kognition des Menschen, zur Funktionsweise seines Denkens und zur Entstehung von Bewusstsein traditionell auch von der Philosophie behandelt werden.

Man könnte nun vermuten, dass diese Titelhäufung auch mit dem Erfolg der Organbücher zusammenhängt, der seit „Darm mit Charme“ (2014) im Bereich des populären Sachbuchs dafür gesorgt hat, dass eine Wissensvermittlung in humorigem Ton zu vielen Körperregionen vorliegt, von der Prostata („Fit im Schritt“) über das Herz („Herzrasen kann man nicht mähen“) bis zur Haut („Hautnah“).

Dieser Schluss liege nahe, da es eine Reihe an Büchern gibt, die Verdauungs- und Denkorgan zusammenbringen: Zuletzt haben es „Darm an Hirn“ (Herder, 3/2017) und „Scheißschlau“ (Mosaik, 2/2016) auf die Bestsellerlisten geschafft. Im Frühjahr 2018 erscheint mit „Der Darm denkt mit“ im Christian Verlag ein weiterer Titel zum Thema. Vergleicht man Covergestaltung und Untertitel, ist eine gewisse Austauschbarkeit nicht zu leugnen.

Doch die Bandbreite der aktuellen Gehirn-Novitäten ist weiter und lässt sich grob in mehrere Bereiche gliedern, die sich zum Teil überschneiden:…

Bücher übers Gehirn schaffen es regelmäßig ins Bestseller-Ranking. Im Herbst erscheinen zahlreiche neue Titel von Hirnforschern und Neurologen. Die Programmmacher haben eine Erklärung für den Erfolg der Gehirnbücher.

Neuronales Netz: Die wissenschaftliche Forschung über das ‧Gehirn liefert immer wieder neue Impulse für Novitäten im populären Sachbuch. Dabei werden die Erkenntnisse der Neurowissenschaften auch in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen diskutiert, etwa in Linguistik, Psychologie, Soziologie und Philosophie. Einen Bestseller zum Thema hat 2015 der Philosoph Markus Gabriel vorgelegt („Ich ist nicht Gehirn“). (Foto: picture alliance/Shotshop)


Kein anderes Organ des menschlichen Körpers ist derzeit so präsent in den Vorschauen der Buchverlage wie das Gehirn (s. Tabelle). Das liegt sicher an dem breiten Themenspektrum, schließlich beschäftigen sich zahlreiche Disziplinen mit neurowissenschaftlicher Forschung, etwa Biologie, Psychologie, Medizin, Informatik und Mathematik. Hinzu kommt, dass Fragen zur Kognition des Menschen, zur Funktionsweise seines Denkens und zur Entstehung von Bewusstsein traditionell auch von der Philosophie behandelt werden.
Man könnte nun vermuten, dass diese Titelhäufung auch mit dem Erfolg der Organbücher zusammenhängt, der seit „Darm mit Charme“ (2014) im Bereich des populären Sachbuchs dafür gesorgt hat, dass eine Wissensvermittlung in humorigem Ton zu vielen Körperregionen vorliegt, von der Prostata („Fit im Schritt“) über das Herz („Herzrasen kann ma…
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