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Bewegungen auf der langen »Deal«-Bank

Alle Zeitpläne sind Makulatur: Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen wird auch in diesem Jahr kein bundesweites Lizenzabkommen mit den großen Wissenschaftsverlagen abschließen. Es gibt noch zu viele „offene Punkte in dieser komplexen Materie“, heißt es seitens der Einkaufsallianz.

Nach dem bereits geplatzten Plan, Anfang 2017 eine Lizenzvereinbarung mit dem internationalen Wissenschaftsriesen Elsevier zu starten, erweist sich jetzt auch die für Anfang 2018 geplante Nationallizenz mit Wiley und Springer Nature als unrealistisch. Dagmar Laging vom Springer Nature-Verhandlungsteam sogar Zweifel angemeldet, ob man trotz aller Fortschritte bis Herbst 2018 Lösungen für alle Aspekte finden werde. Für 2018 kommt Springer den Bibliotheken aber mit einer interessanten Zwischenlösung entgegen.

Dies ist ein Beitrag aus dem buchreport.express 43/2017, der auch als E-Paper verfügbar ist. 


Komplexes Projekt: Gute Fortschritte, offene Punkte, Verhandlungen mit Hochdruck, komplexe Materie – das sind die Schlüsselbegriffe in einem Zwischenbescheid, den Antje Kellersohn jetzt an Bibliothekskollegen gesendet hat. Kellersohn ist leitende Direktorin der Universitätsbibliothek Freiburg und Sprecherin der „Deal“-Projektgruppe. (Foto: Bastian Bender)


Alle Zeitpläne sind mittlerweile Makulatur: Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen wird auch in diesem Jahr kein bundesweites Lizenzabkommen mit den großen Wissenschaftsverlagen abschließen. Es gibt noch zu viele „offene Punkte in dieser komplexen Materie“, heißt es seitens der Einkaufsallianz.
Bereits seit Frühjahr 2016 wird unter dem Projektnamen „Deal“ verhandelt mit einem von den Wissenschaftsorganisationen eingebauten komplexitätspotenzierendem Junktim: Mit der Nachfragebündelung zu einer Nationallizenz wollen die Bibliotheken Geld sparen und zugleich das Finanzierungsmodell auf Open Access umstellen.
Nach dem bereits geplatzten Plan, Anfang 2017 eine Lizenzvereinbarung mit dem internationalen Wissenschaftsriesen Elsevier zu starten, erweist sich jetzt auch die für Anfang 2018 geplante Nationallizenz mit Wiley und Springer Nature als unrealistisch. Bei einer Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse hatte Dagmar Laging vom Springer Nature-Verhandlungsteam sogar Zweifel angemeldet, ob man trotz aller Fortschritte bis Herbst 2018 Lösungen für alle Aspekte finden werde.
Viele Bibliotheken haben aber in Erwartung der neuen Arbeitsgrundlagen die bisherigen Zeitschriften-Abonnements gar nicht verlängert oder sogar gekündigt. Um ein…
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