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Wird der reich gedeckte Büchertisch zum Konjunkturprogramm?

Der belletristische Bücherherbst 2017 ist mit einem Bestseller-Feuerwerk gestartet. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse-Woche hat die Romanprosa Glanz und Kraft entwickelt. Auch die Mischung stimmt und bedient unterschiedliche Geschmäcker: Große Unterhaltung, literarische Kennerkost und der preisgekrönte Anlauf, europäische Bürokratie literaturfähig zu machen. Und weitere Bestseller und Hoffnungsträger ringen um die Kauf-mich-Aufmerksamkeit.

Das bedeutet, es kommt jetzt der Echttest: Gereicht das Angebot zum Konjunkturprogramm? Können die reichhaltig angerichteten Büchertische den nachlassenden Bücherappetit wieder entscheidend anregen?

Der Beitrag ist kompiliert aus zwei Beiträgen des buchreport.express 42/2017. Hier geht es für Digital-Abonnenten zum E-Paper.

 

 


Die Belletristik bleibt das imageprägende Segment der Buchbranche. Und pünktlich zur Frankfurter Buchmesse-Woche hat die Romanprosa Glanz und Kraft entwickelt. Auch die Mischung bedient unterschiedliche Geschmäcker: Großer Unterhaltung, literarischer Kennerkost und der preisgekrönte Anlauf, europäische Bürokratie literaturfähig zu machen.

 

Das ist die aktuelle Bestseller-Lage

An Dan Brown führt gerade kein Weg vorbei: Er dominiert mit seinem neuen Thriller um den Symbologie-Professor Robert Langdon die Bestsellerlisten nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, Großbritannien und Frankreich. Browns siebter Roman „Origin“, hierzulande bei Bastei Lübbe erschienen, erfüllt somit die Erwartungen, die vorangegangene Topseller wie „Sakrileg“ und zuletzt  „Inferno“ (Rang 1 im Sommer 2013) geschürt hatten. Dass Brown sich erneut an die Spitze setzen würde, war letztlich überraschungsfrei – umso interessanter ist die Reihenfolge auf den weiteren Plätzen.

„Fabulöser Schelmenroman“: Rowohlt-Autor Daniel Kehlmann (Foto: Beowulf Sheehan)

Gleich drei Spitzentitel haben aktuell Ken Folletts „Das Fundament der Ewigkeit“, den mit einem Verkaufspreis von 36 Euro umsatzstärksten Titel des Monats September, von Platz 2 verdrängt. Dort rangiert jetzt der Feuilletonliebling Daniel Kehlmann. Sein neuer Roman „Tyll“ (Rowohlt) wurde in den Literaturbeilagen der überregionalen Tages- und Wochenzeitungen zur Frankfurter Buchmesse am häufigsten und zum Teil euphorisch besprochen.

Mit dem Roman, in dem Kehlmann die mittelalterliche Gauklerfigur Till Eulenspiegel durch den Dreißigjährig…
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    Hardcover Belletristik
    1
    Kehlmann, Daniel
    Rowohlt
    3
    Brown, Dan
    Bastei Lübbe
    4
    Fitzek, Sebastian
    Droemer
    15.01.2018
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