knk übernimmt die Verlagssparte von Kumavision

Vor einem Jahr hatten die Verlagssoftware-Anbieter eine Kooperation bekannt gegeben, jetzt folgt der erwartete nächste Schritt: Die Verlagssparte von Kumavision schlüpft unter das Dach von KNK.

„Im Zuge der Kooperation haben wir in den letzten Monaten intensiv mit den Kollegen der Kumavision zusammengearbeitet. Durch die tiefgreifenden Prozess-, Produkt- und Anforderungsanalysen kamen immer mehr Synergie-Effekte zum Vorschein, so dass die nachhaltige Bündelung unserer Ressourcen über die vereinbarte Kooperation hinaus für uns den nächsten logischen Schritt darstellt“, erklärt Knut Nicholas Krause, Gründer und Alleinvorstand von KNK, die Entscheidung. 

Infolge der Übernahme wechseln mehrere Mitarbeiter der Kumavision-Verlagssparte zu KNK. Auch die Betreuung der bisherigen Verlagskunden wird zukünftig durch KNK übernommen. 

„Wir werden unsere Kooperation auch in Zukunft fortsetzen und in Bereichen wie CRM, Finanzwesen und BI weiter zusammenarbeiten. Durch die Bündelung unserer Ressourcen, des vorhandenen Know-hows sowie die erprobte Zusammenarbeit der Kollegen schaffen wir einen klaren Mehrwert für heutige und zukünftige Kunden“, erklärt Markus Leuter, der als Vorstand den Bereich Verlagssoftware bei Kumavision verantwortet.

Hintergrund des Zusammenrückens ist die Marktenge im ERP-Geschäft mit Verlagen:

  • Die größeren Häuser sind versorgt, hier gilt es für Softwareanbieter, den Wettbewerb mit neuartigen und wirtschaftlicheren Lösungen zu verdrängen.
  • Die kleineren Verlage haben nicht das notwendige Geld, Lösungen mit breitem Funktionsumfang zu lizenzieren und die teure Anpassung an ihre geliebten Individualprozesse zu finanzieren.
  • Internationale cloudbasierte Mietlösungen übernehmen wichtige Teilfunktionen wie die Unterstützung von Marketing oder Vertrieb ohne hohe Anfangsinvestitionen.

Kleineren Lösungsanbietern bleibt da nur das Projektgeschäft mit ihren Stammkunden oder das Ausweichen auf andere Anwendungen neben dem ERP sowie auf andere Branchen. Der „Tech-Stack“, also der Bestand an Technologien, über den das Softwarehaus und seine Mitarbeiter verfügen, wird zum Differenzierungsmerkmal, das auch Verlagskunden im Blick behalten sollten.

In dem Moment aber, in dem Verlage entschlossen ihre „Sonderlocken“ abschneiden und stärker auf Standardprozesse setzen, wird es eng für all jene, die an der Anpassung statt an den Lizenzen verdienen, und besser für die, die machtvolle Standardlösungen zu bezahlbaren Preisen anbieten. KNK dürfte an diesem Punkt gut aufgestellt sein. 

Zu den Unternehmen:

  • Kumavision beschäftigt über 350 Mitarbeiter an 16 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Microsoft-Partnern in Deutschland. Der Umsatz der Gesellschaft im Jahr 2016 betrug 48 Mio Euro.
  • KNK entwickelt und vertreibt mit „knkVerlag“ die nach eigenen Angaben einzige von Microsoft zertifizierte Branchensoftware für das Verlagswesen weltweit und betreut über 150 Verlage in Deutschland, Europa, Nordamerika und Asien.

ERP Enterprise Resource Planning

Enterprise-Resource-Planning-Systeme übernehmen idealerweise den kompletten Prozess von Rechteeinkauf und Programmplanung über Kalkulation und Materialwirtschaft bis zur Abrechnung mit den Leistungspartnern und zum Controlling.

Viele große Verlage steuern den Zentralprozess mit branchenübergreifenden ERP-Systemen wie SAP. Den restlichen, nicht sehr nahrhaften Verlagskuchen teilen sich über 20 Lösungsanbieter.

Als Marktführer gilt Klopotek mit seiner Lösung PPM und ist der einzige Spezialanbieter mit langer internationaler Erfahrung. KNK und Kumavision verbauen Microsoft Dynamics NAV, das frühere Navision. Daneben spielen Open.junixx.FM auf Basis von Filemaker, Cover, Pondus, Eddy, der aus England kommende Newcomer Biblio3 und viele Lösungen mit kleinerer Kundenbasis oder erweitertem Branchenfokus.

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