Ausbleibender E-Boom

„Digitale Bücher kommen in Deutschland nicht recht vom Fleck“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg und verweist auf eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands. Demnach lesen 23% der Deutschen ab 14 Jahren „hin und wieder“ E-Books, bei Jüngeren ist die Quote höher (s. Tabelle).

Die Zahl der E-Book-Leser geht laut Bitkom demnach leicht zurück (2015: 25%, 2016: 24%), läge damit aber in der Größenordnung von 16 Mio; zum Vergleich: Die Befragungsstudie von Börsenverein/GfK hatte zuletzt (1. Halbjahr 2017) lediglich 2,5 Mio E-Book-Käufer (–14%) gezählt.

Gründe für die fehlende E-Book-Euphorie laut Bitkom-Studie:

  • 63% der Nichtnutzer bevorzugen die „sinnliche Wahrnehmung“ von gedruckten Büchern.
  • 42% finden die Lesegeräte zu teuer.
  • 38% wollen nicht auf einem Bildschirm lesen.
  • 23% finden die Lesegeräte zu kompliziert.
  • 21% wollen E-Books verleihen oder weitergeben, was rechtlich aktuell nicht erlaubt ist.

Weiter verbreitet als E-Books sind Hörbücher: Die würden mittlerweile von knapp einem Drittel (31%) genutzt, mit weiterem Wachstumspotenzial: 15% der Nichtnutzer können sich vorstellen, Hörbücher zu hören. Allerdings dominieren bei den Hörbüchern die Gelegenheitsnutzer. Nur jeder Zehnte hört mindestens einmal pro Woche Audiobücher.

Unter anderem bekannte Sprecher sorgen dafür, dass Hörbuchnutzer auch dann zum Hörbuch greifen, wenn sie das Buch schon gelesen haben:

  • 23% hören überwiegend Hörbücher, bei denen sie bereits das Buch kennen.
  • 60% hören überwiegend Hörbücher mit unbekannten Inhalten.

 

Nutzung von E-Books

Alter

Anteil der E-Book-Leser

14 bis 29 Jahre

35%

30 bis 49 Jahre

27%

50 bis 64 Jahre

24%

65+

8%

Basis: 2194 Personen ab 14 Jahren

Auf welchen Geräten E-Books gelesen werden

Geräte

Nennung 2017 (2016)

E-Reader

67% (46%)

Smartphone

39% (41%)

Tablet

29% (24%)

Laptop

26% (36%)

Desktop PC

8% (15%)

Parallelnutzung mehrerer Geräte

     26%

Basis: 509 E-Book-Nutzer, Option: Mehrfachnennung Quelle: Bitkom Research

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