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Blogger und Youtuber als Impulsgeber und Multiplikatoren

Die Digitalisierung spiegelt sich in vielerlei Hinsicht in den Programmen von Jugendbuchverlagen. Diese setzen auf die Themen und die Strahlkraft von Influencern.

Digitale Netzwerke und Plattformen, Online-Clips und Games dominieren die Mediennutzung Jugendlicher. Ihren Alltag zwischen Smartphone und PC bildet inzwischen auch die Literatur ab. So behandeln Novitäten die Selbstdarstellung in Youtube-Channels („Roofer“ von Jutta Wilke bei Coppenrath), kurzfristigen Ruhm in sozialen Netzwerken („Let’s disco“ von Andreas Hüging bei Ueberreuter), Online-Dating („Cloud“ von Claudia Pietschmann bei Arena) und das Phänomen Fanfiction („Fangirl“ von Rainbow Rowell bei Hanser).

„Wir haben es uns auf die Fahnen geschrieben, Bücher zu verlegen, die Jugendliche lesen wollen. Daher ist es für uns unerlässlich, die Lebenswelt unserer Zielgruppe im Blick zu haben. Verändert sich diese, müssen wir reagieren“, stellt Jenny Schwerin, Pressesprecherin von Loewe, klar. Viele Titel des Verlags greifen daher digitale Themen auf. Dieser Trend habe schon vor einigen Jahren eingesetzt, sich aber in letzter Zeit akzentuiert, erklärt Schwerin.

Innovatives Konzept: Die beiden Australier Amie Kaufman und Jay Kristoff legen mit „Illuminae“ bei dtv einen Science-Fiction-Roman vor, der in seiner Aufbereitung nach Verlagsangaben „dem Leseverhalten heutiger Jugendlicher“ entspricht. Das 600-Seiten-Hardcover greift inhaltlich und optisch multimediale Kommunikations- und Informationswege auf.

Susanne Stark, Programmleiterin von dtv Junior, ergänzt: „Die digitale Welt spiegelt sich in der Jugendliteratur sowohl inhaltlich als auch von den Textformen her enorm. Letzteres vor allem deshalb, weil die Leser durch den Umgang mit den verschiedenen Medien und Netzwerken heute ein völlig anderes Leseverhalten entwickeln als früher.“ Anstatt Texte rein linear zu erfassen, finde ein häufiger Wechsel zwischen verschiedenen Texten sowie Bild- und Textelementen statt. Hierauf reagiert dtv mit Romanen wie dem aktuellen Spitzentitel „Illuminae“ von Amy Kaufman und Jay Kristoff (10/2017), die mit verschiedenen Auszügen, Dokumenten und Bildmaterial arbeiten und „dadurch eine völlig neue Form des Storytelling bieten“, wirbt Stark. Zugleich schlagen sich Phänomene der digitalen Welt auch inhaltlich im Programm nieder.

Stark resümiert: „Vielversprechend sind sicherlich Themen wie Cybermobbing, das zum Lebensalltag der Jugendlichen gehört und mit seinen zum Teil fatalen Folgen zudem ein gewisses Spannungspotenzial beinhaltet.“ Für viele gameaffine Jungen seien zudem Romane, die sich in irgendeiner Weise mit Computerspielen oder der Verbindung von viraler und realer Welt auseinandersetzen, reizvoll.

Youtube-Stars als Verlagsautoren

Die digitale Welt hält nicht nur indirekt als Thema Einzug in die Bücherregale junger Leser, sondern dank schreibender Influencer aus sozialen Netzwerken auch ganz unmittelbar.

Die Digitalisierung spiegelt sich in vielerlei Hinsicht in den Programmen von Jugendbuchverlagen. Diese setzen auf die Themen und die Strahlkraft von Influencern.
Digitale Netzwerke und Plattformen, Online-Clips und Games dominieren die Mediennutzung Jugendlicher. Ihren Alltag zwischen Smartphone und PC bildet inzwischen auch die Literatur ab. So behandeln Novitäten die Selbstdarstellung in Youtube-Channels („Roofer“ von Jutta Wilke bei Coppenrath), kurzfristigen Ruhm in sozialen Netzwerken („Let’s disco“ von Andreas Hüging bei Ueberreuter), Online-Dating („Cloud“ von Claudia Pietschmann bei Arena) und das Phänomen Fanfiction („Fangirl“ von Rainbow Rowell bei Hanser).
„Wir haben es uns auf die Fahnen geschrieben, Bücher zu verlegen, die Jugendliche lesen wollen. Daher ist es für uns unerlässlich, die Lebenswelt unserer Zielgruppe im Blick zu haben. Verändert sich diese, müssen wir reagieren“, stellt Jenny Schwerin, Pressesprecherin von Loewe, klar. Viele Titel des Verlags greifen daher digitale Themen auf. Dieser Trend habe schon vor einigen Jahren eingesetzt, sich aber in letzter Zeit akzentuiert, erklärt Schwerin. Eine Vorreiterin in Sachen digitale Themen war bei Loewe Ursula Poznanski mit dem Buch „Erebos“ (2011), das in die Welt eines Computerspiels führte. Auch in ihren nachfolgenden Thrillern „Layers“ und „Elanus“ setzte Poznanski sich mit neuen Themen wie Drohnen oder Augmented Reality auseinander. Ein weiteres Beispiel is…
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