Weltbild: Wachstum mit Sortimenten und neuen Partnern

 

Die Weltbild-Gruppe legt nach Pleite und harter Sanierung unter der Regie des Eigners Droege-Gruppe offenbar wieder zu. Das Geschäftsjahr 2016/17 hat der Medienhändler nach eigener Aussage mit einem „deutlichen Umsatzwachstum weit über dem Branchenschnitt“ abgeschlossen. Der Branchenschnitt verzeichnete 2016 ein hauchdünnes Plus (1%), liegt im 1. Halbjahr 2017 allerdings leicht im Minus.

Absolute Zahlen mag Weltbild nicht nennen. Weltbild hatte aber zuletzt im Juni einen Bericht der „FAZ“ bestätigt, in dem der Umsatz mit 425 Mio Euro beziffert wurde. Besonders gut habe sich, so Weltbild in der aktuellen Meldung, das Weihnachtsgeschäft 2016 entwickelt, das der Medienhändler in der Pressemeldung mit einem „einem zweistelligen Wachstum zum Vorjahr“ feiert.

 „Weltbild setzt erfolgreich auf Wachstum durch eigene Produkte und neue Kooperationen unter dem Fokus der Kundenorientierung“, erklärt Angela Schünemann, Geschäftsführung Markt und Programm. Das Vorbild Amazon lässt grüßen: Der Medienhändler wird zum digitalen Marktplatz entwickelt, der immer mehr Drittanbieter einbindet. Nach Ravensburger und Schlager.de zog zuletzt mit dem großen Pflanzenversender Dominik ein weiterer Partner in den Weltbild-Shop ein (hier mehr).

Weitere Details aus der Meldung der Augsburger:

  • Non-Media Artikel werden als Wachstumstreiber genannt. Viele der Non-Media-Produkte aus dem Bereich „Home & Living“ entwickele „Weltbild dabei selbst und maßgeschneidert für die eigene Zielgruppe“.
  • Besonders gefeiert wird auch der Online-Buchhändler Bücher.de. Das Unternehmen „realisiere ein durchgängig profitables und deutlich zweistelliges Umsatzwachstum“. Zurückgeführt wird der Aufwärtstrend „auf die Vergrößerung der Produktauswahl auf über 10 Mio Artikel, den Anschluss an das Vorteilsprogramm Payback und die Einbindung weiterer Lieferanten sowie eine deutlich höhere Performance des mobilen Web-Shops“.
  • Als weiterer Motor werden die Weltbild-Buchausgaben aufgeführt, die preisreduzierten Lizenzausgaben von Verlagsgtiteln.
  • Hervorgehoben wird auch die gemeinsam mit weiten Teilen des Buchhandels betriebenen E-Book-Marke Tolino. Der Absatz von Tolino-eReadern sei bei Weltbild Deutschland im 4. Quartal des Geschäftsjahres um rund 30% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
  • Im Bereich Musik und DVD konnte Weltbild seine Marktanteile nach eigenen Angaben „halten und zum Teil sogar ausbauen“.
  • Die Kette Jokers, auf preiswerte Bücher und Modernes Antiquariat konzentriert, steigerte den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 10%.

Im Filialgeschäft steht die Konsolidierung und die „profitable Flächenentwicklung“ auf der Agenda. Das Weltbild-Netz umfasst aktuell 150 Standorte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Weltbild in Augsburg, Göttingen und Plauen erstmals auch Pop-up-Stores getestet, Anfang September wurde eine weitere Pop-up-Filiale in Castrop-Rauxel eröffnet.

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