Schneller bessere Landing Pages bauen

Johannes Haupt ist Chefredakteur von lesen.net, das zusammen mit lernen.net und schreiben.net ein Content Netzwerk im Bereich digitales Lesen und Lernen bildet.

Welche digitalen Werkzeuge helfen dabei, die beruflichen Herausforderungen zu bewältigen? Was leisten diese, wie werden sie eingesetzt? In einer Serie stellen Publishing-Profis ihren App-Liebling für den IT-Channel von buchreport vor. In dieser Woche empfiehlt Johannes Haupt, Geschäftsführer von 4pub, den Landing-Page-Builder Instapage.

Conversion Optimierung: Gewaltige Stellschraube für Umsatzwachstum

Conversion Optimierung ist der vielleicht größte Hebel für das Wachstum von kleinen Online-Publishing-Unternehmen wie dem unseren. Umso weniger Geld wir pro Lead ausgeben müssen, desto mehr und größere Marketing-Kampagnen lohnen sich und desto schneller wachsen Umsatz wie Kundenbasis. Dabei gibt es zwei Stellschrauben.

Zum einen sind das die Kosten für möglichst qualifizierten Traffic über Kanäle wie Paid-Social- und SEA-Kampagnen, derzeit vorwiegend bei Facebook und Google. Zum anderen ist das aber auch die Qualität der Landing Page, wo die eingekauften oder auch über die organische Google-Suche oder eigene Plattformen zugeleiteten Besucher dann auch zu Leads konvertieren sollten.

Diese beiden Stellschrauben sind bekanntermaßen vielfältig miteinander verzahnt. Stichworte etwa: Return-to-SERP-Rate (umso mehr Google-Besucher von der Landing Page zurück zu den Google-Suchergebnissen springen, desto schlechter stuft Google die Qualität der Seite ein und desto weniger organischen Traffic gibt es) und Ad Rank (kurz gesagt: Für schlecht konvertierende Google-Adwords-Anzeigen ist mehr Geld pro Klick zu bezahlen).

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Kleinste Variablen entscheiden über den Erfolg

Die Conversion Rate ist von zahlreichen Variablen abhängig, winzige Faktoren wie die Größe einer bestimmten Textzeile oder die Farbe eines Button können für den Erfolg oder Misserfolg von Kampagnen entscheidend sein. Bei erfolgreichen Landing Pages in besonders kompetitiven Umfeldern wie im Bereich Strompreisvergleich, wo monatliche Werbe-Spendings im fünfstelligen Euro-Bereich Usus sind, kann man davon ausgehen, dass jeder Spiegelstrich, jedes vertrauensstiftende Testsiegel vor der finalen Integration einem umfangreichen a/b-Test unterzogen wurde.

Vor allem bei solch kleinteiligen Veränderungen und a/b-Tests stoßen Content-Management-Systeme schnell an ihre funktionalen Grenzen. Landing Pages lassen sich zwar meist auch auf der eigenen Plattform aufsetzen, schnell zusammengeklickt ist da aber in der Regel nichts. Und wenn Online Marketer für jede Testkampagne, für jede veränderte Variable die – zumeist ja nicht gerade däumchendrehenden – IT-Kollegen konsultieren müssen, ist es mit der Effizienz nicht weit her.

Wir haben uns schon vor rund zwei Jahren nach einer Landing Page Software umgesehen, vorwiegend um die vielfältigen Paid-Social-Kampagnen zur Generierung von Newsletter-Abonnenten für unsere eBook Tipps zu optimieren. Wir haben dazu alle namhaften Dienstleister ausführlich getestet, sowohl selbstgehostete Lösungen wie LaunchEffect als auch SaaS-Anbieter wie den Marktführer LeadPages. Unsere gesamten Erfahrungsberichte dazu haben wir im Ratgeber Landing Page Software: 6 Tools für mehr Conversions im Test zusammengefasst.

Instapage: Beispiellose Flexibilität

Gelandet sind wir schlussendlich beim kalifornischen Unternehmen Instapage, hinter LeadPages die Nummer 2 im Markt. Überzeugt hat uns vor allem die sehr einfache und umfassende Anpassbarkeit von vorgefertigen Templates ebenso wie von komplett selbstgebauten Seiten, die sogar eine direkte Bearbeitung von head- und css-Bereich der Landing Pages umfasst. Praktisch und heutzutage eigentlich unverzichtbar: Auch Responsivität und Mobil-Ansicht können individuell angepasst werden.

Seit Mitte 2015 nutzen wir Instapage für sämtliche extern befeuerten Marketing-Kampagnen für die eBook Tipps von lesen.net, wozu Paid Social und SEA ebenso zählen wie unsere Kooperationen etwa mit dem Schnäppchen-Portal Mydealz, deren Besucher natürlich auf eine eigene Landing Page geschickt werden.

Die eingesammelten E-Mail-Adressen – für alle international bedeutsamen Anbieter gibt es Integrationen – werden automatisch in entsprechende Segmente überführt, und natürlich ist der gesamte Funnel von der Landing Page bis zur Bestätigungsseite verpixelt, wodurch etwa sich automatisch aussteuernde Facebook-Kampagnen möglich sind. Wir nutzen Instapage gegenwärtig nur auf einer Subdomain, denken aber auch darüber nach, über das WordPress-Plugin einige unserer organischen Landing Pages etwa über Bücher verkaufen oder über Sprachen lernen auf Instapage umzustellen.

Nicht billig, aber schnell amortisiert

Instapage kostet aktuell nach einer 14-tägigen gratis Testphase mindestens 126 US-Dollar monatlich, wenn man zu einem sinnvollen Tarif greift, der a/b-Testing beinhaltet. Das ist zunächst einmal eine stattliche Summe, die sich schon bei einer minimal verbesserten Conversion Rate aber sehr schnell amortisiert, wenn wir über monatliche Ad-Spendings im vier- oder fünfstelligen Euro-Bereich sprechen. Hinzu kommen Ersparnisse durch nicht abzurufende Entwickler-Stunden und durch eine verschlankte Kommunikation.

Wir jedenfalls wollen Instapage nicht mehr missen, auch aus „weichen“ Gründen. Vermutlich hätten wir die eine oder andere schlussendlich sehr erfolgreiche Kampagne gar nicht erst aufgesetzt, wenn die dazugehörige Landing Page mit dem Page Builder nicht so schnell zusammenzuklicken gewesen wäre.

Hier alle bisher erschienenen Teile der App-Serie.

Kommentare

1 Kommentar zu "Schneller bessere Landing Pages bauen"

  1. Ich verstehe das so, dass diese Software nur was für Agenturen oder Unternehmen mit finanzstarker Marketingabteilung ist? Aber sicherlich nichts für einen kleineren Endkunden?
    Gibt es denn für diese Zielgruppe vergleichbare Software / Online-Tools?

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