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„Deal“-Konsortium macht Druck, Verlage verweisen auf enorme Komplexität

Der Deal entwickelt sich zäh. Weil es um ein komplexes Lizenzierungsgeschäft und weil es um viel Geld geht: Beim „Deal“-Projekt verhandelt die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen – vertreten durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK)  –  mit großen Wissenschaftsverlagen bundesweite Lizenzverträge. Erklärtes Verhandlungsziel der Wissenschaftsorganisationen ist, die Preise zu drücken und Open Access als Geschäftsmodell durchzusetzen.

Verhandelt wird mit den internationalen Wissenschaftsriesen Elsevier (seit Frühjahr 2016), Springer Nature und Wiley (seit Anfang 2017). Zu den Unbekannten in den Verhandlungen gehört das Gesamtvolumen: Die Nationallizenzen könnten, so die Eigendarstellung der „Deal“-Verhandler, am Ende „mehrere Hundert Einrichtungen“ nutzen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen bis hin zu Regionalbibliotheken. Dies hatte die Wiley-Managerin Eva E. Wille


Der Deal entwickelt sich zäh. Weil es um ein komplexes Lizenzierungsgeschäft und weil es um viel Geld geht: Beim „Deal“-Projekt verhandelt die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen – vertreten durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK)  –  mit großen Wissenschaftsverlagen bundesweite Lizenzverträge. Erklärtes Verhandlungsziel der Wissenschaftsorganisationen ist, die Preise zu drücken und Open Access als Geschäftsmodell durchzusetzen.

Verhandelt wird mit den internationalen Wissenschaftsriesen Elsevier (seit Frühjahr 2016), Springer Nature und Wiley (seit Anfang 2017). Zu den Unbekannten in den Verhandlungen gehört das Gesamtvolumen: Die Nationallizenzen könnten, so die Eigendarstellung der „Deal“-Verhandler, am Ende „mehrere Hundert Einrichtungen“ nutzen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen bis hin zu Regionalbibliotheken. Dies hatte die Wiley-Managerin Eva E. Wille Mitte Juni bei den Berliner Buchtagen als mangelnde Transparenz kritisiert.

 

Weitere Bibliotheken kündigen Elsevier-Abonnements

Vor allem die Wissenschaftsorganisationen selbst lassen immer mal wieder Dampf ab nach unergiebigen Verhandlungsrunden, klagen wegen geringer Fortschritte und erhöhen peu à peu den Druck. Zuletzt haben die großen Berliner Hochschulen FU, TU, Humboldt-Universität und die Charité-Universitätsmedizin ihre Verträge über Elsevier-Zeitschriften zum Jahresende gekündigt und den konzertierten Charakter dieser Aktion betont: „Über 70 wissenschaftliche Einrichtungen haben bereits 2016 ihre Zeitschriftenabonnements bei Elsevier gekündigt, um ihr gemeinsames Ziel durchzusetzen. In den kommenden Wochen werden ihnen viele weitere Wissenschaftseinrichtungen folgen“ (s. auch die ausführliche Argumentation im Kasten unt…
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