Die Meldungen in der Rubrik „Aus den Unternehmen” stammen von den Firmen selbst und sind nicht redaktionell geprüft bzw. bearbeitet worden.

Börsenverein zu erfolgreicher Kartellbeschwerde: »EU-Kommission hat Amazon deutlich in seine Schranken verwiesen«

Das vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels angestoßene Kartellverfahren gegen Amazon ist erfolgreich beendet. Die EU-Kommission hat am Donnerstag erklärt, das Angebot von Amazon, auf bestimmte Vertragsklauseln beim Bezug von E-Books zu verzichten, anzunehmen. Auf eine Kartellbeschwerde des Börsenvereins vom Juni 2014 hin hatte die europäische Kartellbehörde Vertragspraktiken des Online-Händlers überprüft.

„Der Beschluss der EU-Kommission ist eine gute Nachricht für alle Verlage und E-Book-Händler. Die EU-Wettbewerbshüter haben Amazon deutlich in seine Schranken verwiesen und klar gemacht: Der Plan des Online-Händlers, durch Ausnutzung seiner Marktmacht eine monopolartige Stellung aufzubauen, geht nicht auf. Anbieter von E-Books können nur dann ein hochwertiges und vielfältiges Angebot bereitstellen und innovative Geschäftsmodelle entwickeln, wenn sie eine Chance haben, im Wettbewerb mit Amazon zu bestehen. Das Marktverhalten von Amazon beweist immer wieder, dass das Unternehmen Marktstrukturen, die Qualität und Vielfalt garantieren, nicht fördern sondern zerstören will. Es ist gut und wichtig, dass die EU-Kommission nun bestimmte Vertragsklauseln von Amazon untersagt hat. Wir werden das Marktverhalten des Online-Händlers weiterhin wachsam beobachten und einschreiten, wenn es nötig ist“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Im Juni 2014 hatte der Börsenverein zunächst beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen die Vertragspraktiken von Amazon bei E-Books eingereicht. Nach Auffassung des Verbandes hatte Amazon damals seine Marktmacht missbraucht, um von Verlagen eine Erhöhung der Rabatte beim E-Book-Einkauf zu erlangen. Nachdem das Bundeskartellamt die Beschwerde an die EU-Kommission weitergegeben hatte, stand der Börsenverein mit der Brüsseler Wettbewerbsbehörde im Dialog, die im Juni 2015 offiziell Untersuchungen einleitete. Im Januar 2017 hatte die EU-Kommission bekanntgegeben, dass Amazon unter dem Druck der Kartellbehörden eingelenkt und angeboten hatte, von seinen Meistbegünstigungsklauseln Abstand zu nehmen. Mit dem Beschluss der EU-Kommission ist das vorliegende Beschwerdeverfahren beendet.

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Börsenverein zu erfolgreicher Kartellbeschwerde: »EU-Kommission hat Amazon deutlich in seine Schranken verwiesen«"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

buchreport-Veranstaltung

Innenstadt und Handel – Chancen einer neuen Gründerzeit

Melden Sie sich jetzt zur buchreport-Veranstaltung am 1. März 2018 an, in der branchenübergreifend diskutiert wird, wie der Innenstadt-Handel überleben und der Rückgang der Kundenfrequenz gestoppt werden kann. ...mehr

IT-Channel

buchreport IT-Channel
  • »Viele Verlage haben noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen«  …mehr
  • Social Intranets – ein schmerzloser Abschied von der E-Mail  …mehr

  • Webinar-Video

    webinar_videos

    Webinar verpasst?

    Falls Sie ein Webinar verpasst haben, können Sie nachträglich das Video zum Webinar bestellen und sich die Inhalte bequem am Computer anschauen. Hier finden Sie eine Übersicht der verfügbaren Webinar-Videos.

    Hardcover Belletristik
    1
    2
    Moyes, Jojo
    Wunderlich
    3
    Schlink, Bernhard
    Diogenes
    4
    Kehlmann, Daniel
    Rowohlt
    5
    Murakami, Haruki
    DuMont
    12.02.2018
    Komplette Bestsellerliste Weitere Bestsellerlisten