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12.000 Teilnehmer bei Frankfurt liest ein Buch 2017

Im Mittelpunkt der achten Ausgabe von Frankfurt liest ein Buch stand die Wiederentdeckung des Schriftstellers Herbert Heckmann und seines Romans Benjamin und seine Väter. Frankfurt liest ein Buch ist am vergangenen Sonntag, 7. Mai 2017, zu Ende gegangen. Über 90 Veranstaltungen an 70 verschiedenen Orten im Stadtgebiet und in der Region wurden angeboten. Bei u.a. Ausstellungen, literarischen Spaziergängen, Opern-, Theater-, Film-, Buchhandels-, Bibliotheks-, Schul-, Tanz- und Museumsabenden waren insgesamt wieder rund 12.000 Menschen auf den Beinen. Das Programm war mit SchauspielerInnen, MusikerInnen und AutorInnen hochkarätig besetzt.

»Mach es zu deinem Projekt«, überschrieb Florian Balke in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seinen Bericht über die Lesungen und Diskussionsrunden in privaten Wohnzimmern. In diesem Jahr hatten vier Privathaushalte ihre Türen für Gäste geöffnet. Der partizipative Gedanke des Festivals – Kulturinstitutionen, soziale und private Einrichtungen einzubinden und bürgerschaftliches Engagement aktiv zu fördern – ist beispiellos und hat das Lesefest zu einem echten Markenzeichen der Stadt gemacht. »So etwas gibt es nur in Frankfurt«, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig bei der Eröffnungsveranstaltung von Frankfurt liest ein Buch in der Deutschen Nationalbibliothek.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Veranstaltungen mit Wegbegleitern Heckmanns und Zeitzeugen, z.B. im Haus am Dom, bei Bücher bei Dausien Weihl & Co in Hanau (mit Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz), in der Buchhandlung Villa Herrmann in Ginsheim-Gustavsburg (mit Peter Härtling), im Filmmuseum (mit Wilfried F. Schoeller) und in der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Dank der Unterstützung von hr2-kultur konnten vielerorts Ton- und Filmbeispiele Heckmanns eingespielt werden. Höhepunkte waren überdies die literarischen Spaziergänge entlang der Berger Straße und durch Bad Vilbel, historische Erkundungen mit Stadthistorikern (z.B. Lutz Becht, Christian Setzepfandt und Björn Wissenbach), die (szenischen) Lesungen der Schauspieler Dietmar Bär (zum Abschluss mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm), Isaak Dentler (Buchhandlung Hugendubel), Wolfram Koch (Die Fabrik), Walter Renneisen, Hartmut Volle (an verschiedenen Orten) und von Thomas Bäppler-Wolf (FRIZZ Das Magazin/Größenwahn Verlag), Jo van Nelsen (kaufhausHESSEN) und der Fliegenden Volksbühne Rhein-Main e.V. (im Museum für Kommunikation in Kooperation mit der Frankfurter Rundschau). Schulveranstaltungen (u.a. mit OB Peter Feldmann, Georg Slimistinos/ZwischenZeit e.V.) und kulinarische (etwa bei Ypsilon Buchladen & Café) sowie musikalisch geprägte Abende (z.B. mit Heckmanns Sohn, Komponist Moritz Eggert, im Historischen Museum oder mit dem SalonTanzOrchester in der Oper Frankfurt) fanden ein begeistertes Publikum.

Im Veranstaltungszeitraum lag die Nacht der Museen. Gleich zweimal war Frankfurt liest ein Buch vertreten: Petra Roth las im Haus am Dom, im Literaturhaus brachten die Schriftsteller/in Elsemarie Maletzke, Pete Smith und Frank Witzel Kostproben aus dem Roman zu Gehör (in Kooperation mit der WIBank Hessen). Besonders hervorheben möchten wir die zahlreichen Buchhandelsveranstaltungen und das erneut große ehrenamtliche Engagement des Bürgerinstituts Lesefreuden, das allen Interessierten ein vielfältiges, sechsteiliges Programm aus Lesungen und Stadtrundgängen anbot.

Der Verein Frankfurt liest ein Buch e. V. bedankt sich für den gelungenen Ablauf der Veranstaltungsreihe bei Organisator Lothar Ruske, bei den Medienpartnern FRIZZ Das Magazin, Frankfurter Rundschau, hr2-kultur und RheinMainTV sowie bei den vielen engagierten Veranstalterinnen und Veranstaltern. Dank auch an die Förderer, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM-Preis 2016), der Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) Hessen, die FRAPORT AG, das Hotel Villa Orange und der Verlag Schöffling & Co. Ohne unsere Förderer und Kooperationspartner wäre die Ausrichtung des Lesefestes in diesem Umfang nicht möglich.

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