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Wissenschaftsverlage am Wendepunkt

Fünf Faktoren gefährden das profitable Geschäft der wissenschaftlichen Fachverlage. Eine Industrieanalyse von Prof. Dr. Michel Clement, Universität Hamburg, Institut für Marketing Wissenschaftliche Fachverlage wie z. B. Elsevier haben im Zeitschriftensegment ein nahezu perfektes Geschäftsmodell mit herausragender Rendite aufgebaut. So berichtet die Elsevier-Mutter RELX Group für das Geschäftssegment „Scientific, Technical & Medical“ für das Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 2,32 Mrd Pfund (GBP) u…

Fünf Faktoren gefährden das profitable Geschäft der wissenschaftlichen Fachverlage. Eine Industrieanalyse von Prof. Dr. Michel Clement, Universität Hamburg, Institut für Marketing

Die Industrieanalyse – im buchreport.magazin 5/2017

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Wissenschaftliche Fachverlage wie z. B. Elsevier haben im Zeitschriftensegment ein nahezu perfektes Geschäftsmodell mit herausragender Rendite aufgebaut. So berichtet die Elsevier-Mutter RELX Group für das Geschäftssegment „Scientific, Technical & Medical“ für das Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 2,32 Mrd Pfund (GBP) und einem adjustierten operativen Gewinn von 853 Mio Pfund – das entspricht einer Rendite von 36,7%.
Die Grundlage des Profits ist ein ausgegliederter kostengünstiger Produktionsprozess bei gleichzeitig sehr hoher Zahlungsbereitschaft der Abnehmer. Die Besonderheit dabei ist, dass die Produzenten auch die Kunden sind. So erstellen Wissenschaftler in der Regel unentgeltlich Inhalte, sichern durch ein umfangreiches wissenschaftliches Begutachtungsverfahren („peer review“) die Qualität, um diese Inhalte dann zu hohen Preisen für die eigenen Bibliotheken zu abonnieren. Ein derartig hoch profitables Geschäftsmodell nachhaltig zu etablieren, ist ein großer Erfolg der Fachverlage.
Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Margen in der digitalisierten und vernetzten Zukunft aufgrund von 5 Faktoren erheblich unter Druck geraten werden.

Faktor 1:
Wissenschaftliche Fachverlage haben in der dig…

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