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Rechtspopulist Yiannopoulos schreibt Bestseller

Als Simon & Schuster im Dezember 2016 ein Buch des Rechtspopulisten und ehemaligen Breitbart-Redakteurs Milo Yiannopoulos angekündigt hatte, waren viele unabhängige Buchhändler sauer und kündigten einen Boykott des Buches an. Umso größer war dann der Beifall, als die Publikumsverlagsgruppe im März das Projekt kurzfristig absagte, weil Yiannopoulos in einem Artikel den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen gerechtfertigt hatte.

Jetzt hat der 32-jährige gebürtige Engländer, den die „FAZ“ einmal „den Zeremonienmeister des Hasses“ genannt hat, sein Buch im Eigenverlag Dangerous Books veröffentlicht. Dank des vor allem von den konservativen US-Medien geschürten Hypes um den umstrittenen Journalisten, der öffentlichkeitswirksam am Tag der Veröffentlichung eine 10-Mio-Dollar-Klage gegen Simon & Schuster vor dem New York State Supreme Court eingereicht hat, ist „Dangerous“ in der Bestsellerliste auf Platz 2 eingestiegen.

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