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Die Juristen der Zukunft: Recht Against the Machine?

Ob Legalzoom oder Rocket Lawyer: Im Rechtsberatungsmarkt sind die „Hoodie-Lawyers“ mit ihren automatisierten Prozessen auf dem Vormarsch. Damit verändern sich auch die Bedürfnisse der Zielgruppe Rechtsanwälte. Wie stellen sich die Anbieter juristischer Fachinformation darauf ein?

Mensch und Maschine (Foto: 123rf.com/eugenesergeev)

Legal Tech – im buchreport.spezial RWS

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Geblitzt? Viele Verkehrssünder führt ihr erster Weg ins Internet zu geblitzt.de. Bußgeldsachen gehören zu den Standardfällen, die zwar anwalt­liches Wissen voraussetzen, sich aber schematisch bearbeiten lassen, ähnlich wie Schadensersatzforderungen bei Flugverspätungen und Mietminderungen. Die sogenannten Hoodie-Lawyers (dt.: Kapuzenpulli-Anwälte) von Legal-Tech-Anbietern wie geblitzt.de arbeiten solche Fälle automatisiert ab. Aber Legal Tech wird hier nicht stehenbleiben. Wie weit wird ihre Macht reichen? Wie wird sie die Bedürfnisse der Zielgruppe Rechtsanwälte verändern? Und wie werden sich die Anbieter juristischer Fachinformationen darauf einstellen?

 

Der juristische Markt erweitert sich

Unternehmen, die im Internet mit dem Etikett Legal Tech werben, nennen sich selbstbewusst Legalzoom oder Rocket Lawyer. Aber sie sind nicht immer junge, freche, disruptive Start-ups. Oft stecken erfahrene Anwaltskanzleien und Sozietäten dahinter. Sie haben einen bisher nicht zu bearbeitenden Markt entdeckt: Bagatellfälle mit geringem Gegenstandswert und geringer juristischer Komplexität, die aber zehntausendfach vorfallen.

Der Verbraucher, der sich den Aufwand beispielsweise einer Reisereklamation sparen will, lädt seine Unterlagen beim Legal-Tech-Anbieter hoch und tritt seine Ansprüche auf Schadensersatz an diesen ab. Dieser analysiert die Dokumente auf ihre juristischen und kaufmännischen Kerndaten und leitet Schriftverkehr und Zahlungsströme an die richtigen Adressen weiter. Für seine Bemühungen behält er sich eine Provision von etwa einem Drittel vor. Kein traditioneller Anwalt würde einen solchen Fall gern übernehmen: zu viel Recherche und Schreiberei für schlimmstenfalls nur einige Dutzend Euro Honorar. Erst die Bündelung einerseits von Fällen, andererseits von Kenntnis juristischer Normen in Verbindung mit der Automatisierung des Aktendurchlaufs macht diesen Teil ...

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