Neubaupläne: Suhrkamp bekommt mehr Licht

Der Suhrkamp Verlag hat die Baugenehmigung für ein neues Verlagshaus am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin erhalten. Gebaut wird ab April 2017, die Fertigstellung ist für 2019 geplant. Es entstehen Büros, ein Café, Läden und Mietwohnungen.

Das neue viergeschossige Verlagsgebäude ist Teil eines städtebaulichen Ensembles aus drei Gebäuden, die sich um den öffentlichen Platz gruppieren, und bietet 3000 qm Nutzfläche. Im Erdgeschoss wird ein Café eingerichtet. Der zweigeschossige Verbindungsbau schließt an eine öffentliche Passage an. Hier, sowie im Wohngebäude, entstehen im Erdgeschoss Laden- bzw. Galerieflächen. Im Durchgang ist ein „Späti“ geplant. Darüber hinaus entsteht ein sechsgeschossiges Wohngebäude.

Die Gebäude erhalten eine schlichte, zurückhaltende Fassadenmaterialität aus Sichtbeton und eloxiertem Aluminium. Große Festverglasungen sollen in allen Gebäudeteilen Transparenz und Offenheit schaffen.

Das Ensemble wird errichtet von einem Zusammenschluss der Suhrkamp AG und der IBAU AG (Industriebaugesellschaft am Bülowplatz AG). Das Projekt wird geplant von Bundschuh Architekten.

Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, seien die Anwohner verärgert über den geplanten Neubau. Sie hätten Luftballons an Bäume gebunden, als die Baumfäller anrückten. „Die Anwohner sehen zerstörerisches ‚Kapital‘ am Werk – in diesem Fall den traditionellen Suhrkamp Verlag, der 1950 in Berlin gegründet worden war und nach seinem Umzug nach Frankfurt zum führenden deutschen Literaturverlag aufstieg“, schreibt die Zeitung.

Suhrkamp war im Januar 2010 zurück nach Berlin (zunächst in die Pappelallee) gezogen. Rund zwei Drittel der etwa 160 Suhrkamp-Mitarbeiter gingen vom Main mit an die Spree, Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz erhoffte sich vom Luftwechsel „einen neuen Rahmen für die Geschichte, neue Arbeitsverhältnisse, die zu neuen Literaturformen führen und, wenn wir Glück haben, auch umgekehrt“, wie sie der „Berliner Zeitung“ zu Protokoll gab.

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