Gespaltene Buch-Zielgruppe

Was treibt der Nachwuchs in seiner Freizeit? Und welche Rolle spielen Medien in deutschen Kinderzimmern? Die repräsentative KIM-Studie (Kindheit, Internet, Medien) versucht, darauf Antworten zu geben. Auch für die aktuelle Ausgabe wurden wieder Kinder von 6 bis 13 Jahren befragt.

Befunde zum Stellenwert des Buches als Freizeitbeschäftigung:

  • 48% der Kinder lesen regelmäßig, also mindestens einmal pro Woche.
  • 15% lesen sogar täglich.
  • Nahezu genauso viele (16%) lesen jedoch überhaupt nicht.
  • Mädchen (59% regelmäßige Leser) lesen – wie gehabt – deutlich häufiger Bücher als Jungen (39%).
  • Entsprechend gibt es bei den Mädchen auch nur halb so viele Nichtleser (11%) wie bei Jungen (21%).

Auf die Frage, welchen Freizeitbeschäftigungen sie am liebsten nachgehen, antworteten die Kinder am häufigsten „Freunde treffen“, danach „draußen Spielen“, an dritter Stelle steht das Fernsehen. Letzteres bleibt mit deutlichem Abstand auch das beliebteste Medium (77% sehen täglich fern), gefolgt vom Handy (42%).

Das Surfen im Internet zählt nur jede/r Zehnte zu den liebsten Freizeitaktivitäten. Insgesamt, so die Forscher, sei die Nutzung in den vergangenen Jahren nur leicht angestiegen. Aktuell nutzen zwei Drittel (66%) aller 6- bis 13-Jährigen zumindest selten das Internet (2014: 63%). Welche Rolle Bibliotheken spielen, wie Kinder zu Hörbüchern stehen und wozu Computer in der Schule genutzt werden, steht in der Studie, die kostenlos auf der Internetseite des federführenden Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest verfügbar ist (für den Link s. buchreport.datei).

KIM-Studie 2016

Die KIM-Studie (Kindheit, Internet, Medien) wird seit 1999 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der 6- bis 13-Jährigen in Deutschland ab.

Für die aktuelle KIM-Studie 2016 wurden 1200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2016 zu ihrer Mediennutzung befragt. Durchgeführt wurde die Erhebung vom IFAK Institut (Taunusstein).

Hier geht es zur 92-seitigen Studie:

url.pubiz.de/kim2016

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